TURA gewinnt erste Pokalrunde beim Pokalschreck BSC Hastedt mit allerletztem Aufgebot
Die Sportwoche in den Beinen, die Personaldecke schwindend, so mussten die Turaner den schweren Gang in den Bremer Osten antreten. Nur mit zwei Ersatzleuten angereist, musste die Aufstellung bis kurz vor Spielbeginn mehrfach von Trainer Rolf Roeder geändert werden. Doch das Spiel begann ganz nach Plan für die Gröpelinger. In der 3. Minute bediente Ron RenkeMehmet Cengiz mit einem langen Ball, den dieser wiederum gekonnt über den gegnerischen Torwart hinweghob. Das frühe Führungstor beruhigte keineswegs das Spiel, so dass es in der 17. Minute nach einer Ungeordnetheit im Mittelfeld durch einen Fernschuss bei TURA einschlug. Wie aus dem Nichts dann das 2:1 für TURA, als Kevin Berlips den Toptorjäger Tobias Durlach bediente, bedankte sich dieser mit dem Kopf zur Pausenführung.In der Halbzeit wurde der aus disziplinarischen Gründen pausierende Faruk Akkus eingewechselt, der dem Spiel eine entscheidende Wende geben sollte. Zunächst der Ausgleichstreffer in der 49. Minute für Hastedt, als Geburtstagskind Sebastian Liebschwager im Tor nicht gut aussah. Dann die beste Phase für die Turaner, in denen die Hintermannschaft von Hastedt (auch sie hatten eine Sportwoche in den Beinen) immer wieder ausgespielt wurde. Einer dieser gut vorgetragenen Konter führte nach Rückpass von Dominique Bonanni durch einen fulminanten Direktschuss von Akkus zur 3:2 Führung. Als Faruk Akkus in der 62. Minute nach Vorlage des besten Turaners, Sebastian Schade, mit links das 4:2 erzielte, wähnte man sich bereits am Ziel. Neue Hoffnung kam für Hastedt auf, als sie durch einen Foulelfmeter auf 4:3 herankamen (73.). Nach einer folgenden roten Karte für Hastedt war der Weg jedoch frei für TURA und man wartet nun auf das spannende Westderby bei der SVGO in der 2. Pokalrunde am kommenden Dienstag, dem 10.8..
TURA kommt im ersten Punktspiel ordentlich unter die Räder
Man hatte sich viel vorgenommen für das erste Punktspiel beim Titelaspiranten Union, der ja nur wegen des schlechteren Torverhältnisses nicht den Aufstieg im letzten Jahr schaffte. Da alle Mann bei Union blieben und sie zudem noch zahlreiche Verstärkungen holten, führt in diesem Jahr der Weg zur Meisterschaft wohl ausschließlich über Union 60. Von Beginn an dominierten die Unioner auch das Spiel, TURA blieb die Rolle des Reagierens. Bereits nach 8 Minuten war TURAs Abwehr ausgespielt und Carrillho spitzelte dem herauseilenden Patrick Mehrtens durch die Beine. TURA spielte nur gelegentliche Konter. Nach einer Standardsituation hatte man jedoch den Torschrei schon auf den Lippen, als Tobias Durlach einen weiten Freistoß per Kopf ins Tor bugsierte. Der Treffer wurde jedoch wegen einer angeblichen Abseitssituation nicht gegeben. Nach ca. 30 Minuten beteiligten sich auch die Gröpelinger am Spiel und erspielten sich einige gefällige Passagen. Bis zur Halbzeit blieb es somit spannend. TURAs beste Phase kam dann nach der Pause, als man ca. 15 Minuten lang den Gegner in dessen Hälfte einschnürte. Das Spiel hätte sicherlich auch einen anderen Verlauf genommen, wenn der Schiedsrichter in der 61. Minute konsequent gewesen wäre. Ferhat Sinar setzte sich auf rechts durch und wollte auf das Tor zulaufen, als er am Trikot festgehalten wurde. Der Schiedsrichter pfiff auch Freistoß, vermied aber den Gegner zu verwarnen. Er war bereits mit Gelb vorbelastet, was eine Heinausstellung zur Folge hätte. So kam dann in der 66. Minute das Aus, als Mehmet Cengiz sich eine Flanke unglücklich selbst an den Oberarm köpfte. Der Schiri zeigte sofort auf den Punkt. Nur 3 Minuten später ein berechtigter Elfmeter, als wiederum Cengiz seinen Gegenspieler foulte. Danach stand es 0:3 und das Spiel war entschieden. So fielen die weiteren Gegentreffer in der 81. und 90. Minute und schraubte die Niederlage in den Rand einer Klatsche. Der Sieg für Union war dennoch hochverdient, jedoch hätte wohl ein 0:2 eher dem Spielverlauf entsprochen. TURA kann sich diesen Schock schon kommenden Dienstag aus den Köpfen spielen, muss man doch zum Pokalortsderby nach Oslebshausen fahren.
SV Grambke-Oslebshausen geht fast wieder leer aus Gegen Tura pariert Torwart Florian Wulf entscheidenden Elfer - 8:7
Grambke. Fast wäre der SV Grambke-Oslebshausen wieder leer ausgegangen. So geschehen im Fußball-Punktspiel der Landesliga gegen den SV Grohn, als sie nach einer 2:0-Führung in der Schlussphase noch mit 2:4 unterlagen. In der zweiten Runde des DFB-/Lotto-Pokals führte die Kandziora-Elf gegen Tura Bremen bereits mit 3:1, als die Roeder-Schützlinge noch zum 3:3 kamen und das Elfmeterschießen erreichten. Dort mussten die Akteure dann bis zum zehnten Schützen warten, ehe der SVGO-Torsteher Florian Wulf den Schuss von Jude Francis parierte (8:7). In Runde drei wartet nun am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) der Bremen-Ligist Blumenthaler SV (2:0 gegen TSV Lesum-Burgdamm). "Wir führen verdient mit 3:1 und geben das Spiel fast wieder aus der Hand", bilanzierte der SVGO-Trainer Frank Kandziora das Pokalspiel. Sein Pendant Rolf Roeder sah den Pokalfight etwas anders. "Wir führen 1:0 und dann bauen wir den Gegner mit eigenen Fehlern wieder auf. Eigentlich war das Spiel beim 1:3 dann schon verloren, doch wir haben ja noch das Elfmeterschießen erreicht." Die Gastgeber begannen stark und hätten nach sehr guten Chancen von Arne Dobrindt (4.) und Noel Bock (11.) schon 2:0 führen müssen. Dann unterlief der SVGO-Abwehr ein Schnitzer in der Vorwärtsbewegung. Jude Francis erkannte die Situation blitzschnell, umkurvte drei Gegenspieler und ließ dann dem SVGO-Torwart Florian Wulf keine Abwehrmöglichkeit. Bis zur 34. Minute hatten dann die Turaner das Pokalspiel im Griff, ehe Marco Grahl und Noel Bock (43.) die Begegnung auf 2:1 umkrempelten. Im zweiten Abschnitt erhöhte Marco Grahl (63.) auf 3:1, und die Hausherren wähnten sich schon auf der Siegerstraße. Ein Kraftakt der Turaner ergab dann noch durch Jude Francis (76.) und Tarek Miri (80.) das Elfmeterschießen. Negativer Höhepunkt war in der Schlussphase die Rote Karte für Riza Avdiji (76., SVGO) wegen einer Tätlichkeit.
Die 0:5 Pleite des ersten Saisonspiels hatte man verarbeitet und auch das Aus per Elfmeterschießen gegen SVGO im Pokalspiel war vergessen, nun sollte der Neuanfang im ersten Heimspiel gegen Eiche Horn gelingen. Und es ging auch gleich gut los. 3. Spielminute, Ecke durch Faruk Akkus, zu kurze Abwehr des gegnerischen Torwarts und Tarek Miri war zur Stelle und erzielte das erste Saisontor für die Gröpelinger. Doch wer nun gedacht hatte, dass dies ein Spaziergang wird, der hatte sich gründlich getäuscht. In der Folgezeit drängte Eiche Horn die Turaner in ihre eigene Hälfte, eigene Angriffe hatten nur Seltenheitswert. Währenddessen bekamen die Eichen einen Freistoß nach dem anderen um den Strafraum serviert. In der 31. Minute war es dann soweit. Eine dieser Hereingaben wurde aus 20m direkt aufs Tor gehauen und der an diesem Tag indisponierte Keeper Sebastian Liebschwager musste das Leder über seinen Kopf passieren lassen. Zur Halbzeit korrigierte Trainer Rolf Roeder das System, ab sofort wurde mit 2 Stürmern agiert. TURA war ab jetzt zwar Feldüberlegen gegen immer stärker abbauende Horner, jedoch gelang den Grün-Weißen kein Treffer mehr. Eine halbe Chance von Ferhat Sinar 2 Minuten vor Schluss war die einzige Ausbeute in diesem enttäuschenden Spiel.Nun muss man bis zum kommenden Sonntag warten, ehe man eventuell den ersten Sieg verbuchen kann. Dann muss man nach Lehe Spaden reisen, wogegen man letztes Jahr sensationell mit 0:6 verlor…
Erster Sieg für das Roeder-Team sorgt für Erleichterung
Lehe-Spaden? Da war doch was. In der letzten Saison sorgte das Team aus Bremerhaven für Furore, als sie den ambitionierten Aufstiegsaspiranten in Gröpelingen mit 6:0 besiegte. Dieses sollte jetzt wieder gerade gerückt werden. Mit einer kompakten Spieleinstellung fand man auch gut in die Begegnung hinein. Bereits nach sieben Minuten konnten die Turaner zum ersten Mal jubeln, als Mehmet Cengiz ein Sonntagsschuss in den linken oberen Winkel gelang. Hiernach verteilte sich das Spiel etwas, wobei die Turaner hinten sicher standen. Torwart Stefan Rickborn, nach dreiwöchigem Urlaub wieder zurück, war der gewohnt sichere Rückhalt und insbesondere die Innenverteidiger Tobias Durlach und Daniel Müller erledigten ihre Arbeit zu 100%. Nach schöner Kombination über Jude Francis flankte dieser in der 23. Minute auf den langen Pfosten, wo Durlach per Flugkopfball aus 5m die Riesenchance zum 2:0 hatte. Leider köpfte er direkt auf den Torwart. So musste man bis zur 35. Minute warten, ehe Sebastian Schade sich ein Herz nahm und seinen Gegenspieler umkurvte, um danach alleine aufs Tor zuzulaufen. Ein kurzer Blick, den Ball in die lange Ecke gesetzt und TURA führte beruhigend mit 2:0. Direkt nach der Halbzeit hätte die Entscheidung fallen müssen, als nacheinander zunächst Jakub Keller und Jude Francis aus aussichtsreicher Position alleinstehend vor dem Tor scheiterten. Und nun war es vorbei mit der Dominanz der Grün-Weißen. Der Gegner drückte immer stärker und TURA konnte sich kaum noch befreien. Das Mittelfeldspiel fand nicht mehr statt und Keller drückte vorne der Schuh, so dass keine Entlastung mehr kam. In der 75. Minute verschossen die Spadener zudem noch einen zweifelhaften Handelfmeter. Den Rest erledigten Rickborn, Durlach und Müller. Die Nerven der Verantwortlichen waren dennoch sehr angespannt und des Trainers Stimme war nach dem Spiel kaum zu verstehen.Nun kann man etwas beruhigter dem kommenden Freitag entgegen sehen, denn dort kommt es um 18.15 Uhr auf der BSA zum Ortsderby mit der SVGO, mit der man sich noch für eine Pokalschlappe revanchieren will...
TURA dreht ein schon verloren geglaubtes Spiel auf imposante Weise
Im zweiten Freitagsheimspiel fand das erste Derby gegen die SVGO statt. Vor zwei Wochen musste man sich noch nach hartem Kampf im Pokalspiel mit 7:8 geschlagen geben, dieses Mal revanchierte man sich eindrucksvoll. Aufgrund des ganztägigen Regens fand das Spiel auf Kunstrasen statt, womit beide Teams ihre liebe Not hatten. In der ersten Halbzeit war es überwiegend ein harmloser Kick, der auf beiden Seiten kaum Torchancen produzierte. Um so überraschender das 0:1 in der 28. Minute, als Marco Grahl eine Freistoßhereingabe unhaltbar per Kopf verlängerte. Offenbar zeigte die Halbzeitansprache Wirkung. Mit der Hereinnahme von Tarek Miri als zweite Sturmspitze entwickelten die Turaner jetzt auch zwingenden Tordruck. Die Wende besorgte jedoch ein anderer: Torwart Stefan Rickborn, ansonsten für das Halten der Bälle zuständig, dachte sich wohl, wenn die Stürmer nichts hinbekommen, versuche ich es einmal. Sein Abschlag landete 20m vor dem SVGO-Tor und sprang von dort aus über den verdutzten Keeper Axel Petka hinweg zum 1:1. Solch ein Tor gab es hier auch noch nicht zu sehen. Es war die 47. Spielminute und damit das Signal für die Gröpelinger, nun die Schlagzahl zu erhöhen. Bereits in der 49. Minute spielte TURAs Bester, Sebastian Schade, Miri frei und der ließ sich die Chance nicht entgehen und erzielte im Jubel die 2:1-Führung. Danach hatte TURA den aufsteckenden Gegner voll im Griff. Als Francis in der 72. Minute nach einer abseitsverdächtigen Situation den mitgelaufenen Abwehrhünen Timur Özbek bediente, besorgte dieser das 3:1. SVGO war geschlagen und so waren die Tore in der 86. (Jude Francis nach Rückpass von Ron Henke) und in der 90. (Schade nach Querpass von Jakub Keller) Ausdruck der nun anhaltenden Überlegenheit. Am kommenden Freitag hat TURA wieder ein Freitagsheimspiel, dann geht es gegen den Bremen-Liga-Absteiger OT Bremen.
Fehlende Gegenwehr und gegenseitige Schuldzuweisungen Landesliga-Aufsteiger SV Grambke-Oslebshausen kassiert mit dem 1:5 gegen Tura Bremen die dritte Schlappe am Stück
Oslebshausen. Der Fehlstart des Fußball- Landesligisten SV Grambke-Oslebshausen ist perfekt. Beim Ortsnachbarn Tura Bremen kassierten die Kandziora-Kicker nach einer 1:0-Halbzeitführung und einer desolaten zweiten Halbzeit noch eine derbe 1:5-Packung. Nach der dritten Niederlage in Serie findet sich der ambitionierte Landesliga-Aufsteiger nun unerwartet auf dem letzten Tabellenplatz wieder. In einer ereignisarmen ersten Spielhälfte überboten sich beide Teams an Harmlosigkeit. Doch zumindest in dieser Phase kontrollierten die Gäste das Spielgeschehen und gingen sogar in Führung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Patrick Schröder verlängerte Marco Grahl per Kopf - 1:0 (25.). Mehr Höhepunkte hatte das Spiel im ersten Abschnitt dann auch nicht zu bieten. Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag und einem kräftigen Aussetzer von SVGO-Keeper Axel Petka, der einen weiten Abschlag von Tura-Torwart Stefan Rickborn nahezu regungslos zum 1:1-Ausgleich passieren ließ (47.). Nur wenige Minuten später kassierten die Gäste durch Tarek Miri das 1:2 und die Partie war gedreht. Die nun entschlossenen und kampfstarken Gröpelinger übernahmen klar das Kommando. Von den Gästen kam überhaupt nichts mehr, sie waren in der Defensive fahrig und in der Offensive harmlos. So hatten es die Roeder-Kicker leicht, ihren Vorsprung durch Timur Özbek (73.), Jude Francis (84.), und Sebastian Schade (86.) auf 5:1 auszubauen. Die Kandziora-Mannen gingen fast wehrlos unter und beschäftigten sich mehr mit Meckern untereinander und Unmutsäußerungen gegen den nicht so schlechten Schiedsrichter Veysel Yasak (SG Aumund-Vegesack). Die Art und Weise der Niederlage lag dann auch Frank Kandziora, dem Trainer des SV Grambke-Oslebshausen schwer im Magen. "Wir haben absolut verdient verloren, wir hatten ja nicht eine klare Torchance", fasste er zusammen. "So kann man nicht Auftreten, das hat nichts mit Teamgeist zu tun", zeigte er sich besonders von den gegenseitigen Schuldzuweisungen seiner Spieler in den zweiten 45 Minuten enttäuscht.
Tore: 0:1 (26.), 1:1 Rickborn (48.), 2:1 Miri (51.), 3:1 Özbek (75.), 4:1 Francis (86.), 5:1 Schade (90.)
TURA Bremen - OT Bremen 0:2
TURA's Leistung bleibt eine Wundertüte in der Landesliga
Bereits in der Vorwoche zeigte TURA zwei verschiedene Halbzeiten mit unterschiedlichen Leistungsansprüchen. Hieran fühlten sich die Zuschauer der Freitagspartie gegen den Mitfavoriten OT wohl auch erinnert. TURA begann schlecht und unkonzentriert und lud den Gegner durch diverse Abspielfehler zu guten Tormöglichkeiten ein. Als der an diesem Tag völlig überforderte Timur Özbek zunächst den Gegenspieler bediente und dann noch ein Handspiel im Strafraum verursachte, war OT bereits nach 7 Minuten auf der Siegerstraße. In der 37. Minute musste zudem OT-Spieler Schlak den Platz mit einer roten Karte verlassen, so dass TURA über 50 Minuten in Überzahl spielte. Wer nun gedacht hatte, TURA könnte wie gegen SVGO das Spiel noch in der zweiten Halbzeit drehen, sah sich bitter enttäuscht. OT war bestimmt kein übermächtiger Gegner, aber die Gröpelinger standen sich an diesem Abend selbst im Weg. So fiel in der 66. Minute noch nicht einmal überraschend das 0:2. TURA war weiterhin bemüht, aber wer gegen 10 Mann nicht eine Torchance herausspielt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er vorerst ins graue Mittelfeld der Tabelle zurück rutscht. Nächste Woche wartet die schwere Aufgabe bei LTS Bremerhaven. Mal sehen, welches Gesicht die TURANER dann zeigen…
TURA nimmt dank starker Energieleistung die Hürde bei der Leher Turnerschaft
Mit erheblichen Personalsorgen reiste das Landesligateam aus Gröpelingen nach Bremerhaven und dennoch erzielte man die maximale Ausbeute. Nicht nur, dass Stammtorwart Stefan Rickborn fehlte, man hatte nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung. Und beide sollten bereits bis Ende der ersten Halbzeit eingewechselt sein, da Sebastian Schade und Jakub Keller verletzungsbedingt ausfielen. Zum Spiel: LTS begann auf dem Kunstrasen stark und drängte TURA sofort in die eigene Hälfte. Auffällig bei TURA war, dass sie zwar sehr gut in der Abwehr standen, jedoch kaum in der Lage waren, eigene Spielzüge in die Offensive zu verlagern. Wenn es dennoch gelang, war es auch sofort gefährlich. So als Jude Francis den Ball für Tarek Miri durchsteckte, dieser aber am Torwart scheiterte. Besser machte es in der 14. Minute Sebastian Schade, der eine Direktabnahme von Francis annahm und dem gegnerischen Torwart keine Chance ließ. Bis zur Pause dann das gewohnte Bild: LTS kombinierte um den Gröpelinger Strafraum, aber Torchancen hatten sie keine. Mit dem Halbzeitpfiff dann doch der Ausgleich, als nach einem Eckball das Leder an den 2. Pfosten kam und dann dem gut aufgelegten Sebastian Liebschwager, der seine Sache als 2. Torwart gut erledigte, keine Abwehrchance blieb. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: LTS kombinierte und TURA konterte. Jetzt aber wesentlich zielstrebiger. Riesen Gelegenheiten wurden noch durch Bakari Mara und Miri vergeben. So dauerte es bis zur 67. Minute, als Ron Henke einem langen Schlag von Timur Özbek hinterherlief und von einem Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler profitierte. TURA führte 2:1 und nun hatte man sich auch besser auf den Gegner eingestellt. In der 75. Minute die Entscheidung, als Mara nach einem Freistoß von Faruk Akkus per Kopf zur Stelle war. Was jetzt noch durchkam, hielt Liebschwager fest. Bis auf einen Pfostentreffer hatte LTS auch nichts mehr zu bieten.
TURA setzt sich mit starker Leistung in der Spitzengruppe fest
Zum vierten Freitagsheimspiel trumpften die Gröpelinger endlich einmal souverän auf. Von Beginn an hatte man den Gegner gut im Griff, der jeweils nur nach Standardsituationen gefährlich werden konnte. Top-Torjäger Lukas Buchwald war bei Daniel Müller und Tobias Durlach total abgemeldet. Das Spiel begann bereits in der 1. Minute mit einem Paukenschlag, als auf der rechten Seite der starke Jude Francis freigespielt wurde und dessen Flanke Tobias Richter aus einem Meter (!) nicht verwerten konnte. Eine weitere Großchance bot sich Francis selbst, als er den Ball nach einem Querpass gegen die Latte hämmerte. So brauchte es zunächst ein alt bekanntes Mittel: Freistoß Henke, Kopfball Durlach und in der 26. Minute hieß es 1:0 für TURA. Dem starken Durlach war es auch vorbehalten, in der 54. Minute das 2:0 per Kopf nach einem Eckstoß von Francis zu erzielen. Nun war das Spiel gelaufen und TURA zeigte plötzlich bis dahin nicht gekannte Ballfertigkeiten. Hier tat sich insbesondere Neuzugang Ahmet Gül hervor, der erst gestern seine Spielberechtigung erhielt. Ihm war es auch vorbehalten, nach einem super Spielzug über rechts und Querpass von Francis das 3:0 in der 63. Minute zu erzielen. In der 78. Minute belohnte sich auch Faruk Akkus für sein starkes Spiel, als er wiederum einen Pass von Francis aufnahm und mit links versenkte. Der Gegentreffer in der 79. Minute war um so ärgerlicher, weil er mehr als vermeidbar war. Insgesamt gesehen war es eine beachtliche Steigerung zu den letzten Spielen von den Turanern, die ohne jeden Schwachpunkt blieben. TURA: Rickborn, Henke, Durlach, Müller, Mara, Sinar (Keller/46. / Berlips/65.), Gül, Francis, Richter, Akkus, Bonanni (Miri/83.)
TURA gelingt die Revanche für die Schmach aus dem letztem Jahr
Zum Sonntagsspiel nach Sebaldsbrück waren die Gröpelinger mit einer Portion Wut angereist, wurden sie doch genau hier im letzten Jahr mit 0:9 gedemütigt. Doch alle Ansprache erzielte keine Wirkung, da Sebaldsbrück bereits nach 3 Minuten in Führung ging. Danach rappelten sich die Grün-Weißen jedoch auf und bestimmten das Spiel. In der 18. Minute dann der verdiente Ausgleich durch Faruk Akkus, der einen Steilpass von Ron Henke aufnahm und clever verwandelte. In der 42. Minute dann die verdiente Führung für TURA, als Dominique Bonanni sich geschickt im Strafraum durchsetzte und seinen Querpass Ferhat Sinar erreichte, der wenig Mühe hatte, die Führung zu erzielen. Weitere Großchancen blieben in der 1. Halbzeit leider ungenutzt, so dass man mit einem 2:1 in die Halbzeit ging. Nach der Halbzeit wollte man eigentlich sofort an die erste Hälfte anknüpfen, jedoch bestimmte nun der ATSV das Spielgeschehen. TURA reagierte nur noch und konnte selten eigene Akzente setzen. Bis zur 83. Minute hielt das Bollwerk dem Gegnerdruck stand, dann erzielten die Hausherren das 2:2. Doch nun begann erst die Dramatik des Spiels. In der 85. Minute nutzte Akkus die Gunst der Stunde und schlug den Ball per Rückzieher über den verdutzten Keeper hinweg ins Tor zum vielumjubelten 3:2. In der Schlussminute erhöhte dann Tobias Richter nach Pass von Mehmet Cengiz auf 4:2. Alles in allem ein glücklicher Sieg, der jedoch nicht unverdient war. Am kommenden Wochenende empfängt man das Schlusslicht SC Borgfeld und will weiteren Boden zur Spitzengruppe gut machen.
TURA verliert gegen den Tabellenletzten und damit Boden zur Spitze
Spiele gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenfeld sorgen immer für Sorgenfalten auf dem Gesicht von Trainer Rolf Roeder. Bereits gegen Eiche Horn ließ man völlig unnötig zwei Punkte liegen. Dieses Mal bekam man gar nichts ab. Nach einem verteilten Beginn übernahm TURA Mitte der 1. Halbzeit die Initiative, ohne den Gegner jedoch vollkommen zu beherrschen. Immer wieder gelang es Borgfeld, nach Abspielfehlern der Gröpelinger gefährlich vor das Tor von Stefan Rickborn zu gelangen. Die größte Chance in der 1. Halbzeit vergaben jedoch Dominique Bonanni und Tobias Richter, als Bonanni eine Hereingabe aus 8m gegen den Pfosten setzte und den Abpraller Richter auch nicht verwerten konnte. So musste mal wieder ein Standard herhalten, um die Führung zu erzielen. In der 38. Minute verwertete Bakari Mara einen Freistoß von Faruk Akkus per Kopf zur umjubelten Führung. Das Glücksgefühl hielt jedoch nur 2 Minuten, als Borgfeld eine nicht gerechtfertigte Ecke zugesprochen kam und Tobias Durlach das Kopfballduell gegen Neubarth (Sohn vom Bundesligaspieler Frank) verlor. So ging es mit 1:1 in die Pause. Nach der Pause ein identisches Bild: TURA wollte, spielte aber zu leidenschaftslos. Man glaubte wohl, dass sich irgendwann schon der Siegtreffer erzielen lässt. Großartige Torchancen produzierte man jedoch nicht mehr, obwohl Trainer Roeder mit Tarek Miri und Sebastian Schade 30 Minuten vor Schluss zur Offensive blasen wollte. Die größte Torchance bot sich wiederum Bonanni, der jedoch alleine vor dem Torwart kläglich scheiterte. So kam was oft in solchen Spielen dann erfolgt. Der Gegner hämmert in der 87. Minute einfach aus 30m auf das Tor und diesem Fall war Torwart Rickborn auch überrascht. Über ihn hinweg schlug der Ball in den oberen Winkel ein. Jetzt hat man erst einmal zwei Wochen Zeit, sich wieder zu sammeln bevor das Spitzenspiel in Grohn ansteht. Am kommenden Samstag Wochenende spielt man um 15.00 Uhr bei TURA in Freundschaft gegen das Bremenligateam von VFL 07.
"Husaren" beweisen gute Moral Beim 4:3 gegen Tura dreimaligen Rückstand aufgeholt / Zwei Platzverweise
Grohn. Alles, was zu einem Fußballspiel gehört - und auch Szenen, die man eigentlich nicht so gerne sieht - bekamen die 100 Zuschauer in der Landesliga-Partie des SV Grohn gegen Tura zu sehen. Die Punkte strichen am Ende etwas glücklich die "Husaren" mit einem 4:3 (1:2)-Erfolg ein. Der Sieg, den Gastgebertrainer Juan Schrader gefordert hatte, um ein weiteres Abrutschen ins untere Tabellenmittelfeld zu verhindern, hing am seidenen Faden. Dreimal lag Tura in Führung, die Treffer zum 0:1 (37.) und 1:2 (44.) erzielte jeweils Jakub "Kuba" Keller, zum 2:3 aus Grohner Sicht traf Bakari Mara mit einem Kopfball-Torpedo. Die Gastgeber profitierten bei ihren Ausgleichstreffern auch von der Schwäche des Tura-Schlussmanns Sebastian Liebschwager, der mindestens beim 1:1 durch einen 30-Meter Distanzschuss von Peter Bailote Penisga (42.) freundliche Unterstützung leistete. Benjamin Wiese (50.) zum 2:2 und der eingewechselte Sören Knaack zum 3:3 (74.) überwanden den Gäste-Keeper ebenfalls mit nicht ganz unhaltbar scheinenden Schüssen. Hitzige Schlussphase Richtig in sich hatte es dann die Schlussviertelstunde auf dem Oeversberg. Zunächst schickte Schiedsrichter Ingo Beinaar (TuS Schwachhausen) den Turaner Dominique Bonanni nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit Gelb-Rot zum Duschen. Das echauffierte Tura-Trainer Rolf Roeder dermaßen, dass der bereits verwarnte Gäste-Coach das Sportgelände verlassen musste. Dann traf Benjamin Wiese nach einer schönen Kombination über Andreas Dederer und Kevin Kujawa zum 4:3 (85.). Auf der Gegenseite verfehlten Bakari Mara und Tobias Durlach jeweils knapp. Das Spiel blieb bis in die Nachspielzeit hinein spannend und die Atmosphäre auf dem Rasen aufgeheizt. Zur Explosion kam es nach einem Schubser von Mehmet Cengiz gegen Grohns Kapitän Björn Discher, der seinem Gegenspieler allerdings auch einige Worte gesagt hatte. Die Folge war eine Rudelbildung, an der auch Zuschauer aus dem Gäste-Lager teilnahmen und die sich erst nach Minuten auflöste. Der Unparteiische schickte mit Jude Francis dann wohl den falschen Akteur mit Rot vom Feld.
Beim Sieg gegen Tura unter den Torschützen der „Husaren“: Peter Bailote Penisga (weißes Trikot), der erst in der Abwehrkette und später im Angriff spielte.
TURA Bremen - TS Woltmershausen 2:5
TURA kann den Aufsteiger trotz bester Gelegenheiten nicht aufhalten
Ohne 6 Stammspieler war TURA nicht in der Lage, dem Aufsteiger ein Bein zu stellen. Trainer Rolf Roeder musste auf seine Rotsünder Jude Francis, Ahmet Gül und Ferhat Sinar sowie auf Daniel Müller (spielt berufsmäßig in der Hinserie nicht mehr), Senol Aridir (muss am Wochenende immer arbeiten) und dem verletzten Tobias Richter verzichten. Die so neu formierte Mannschaft war insbesondere in der ersten Halbzeit dem Gegner nicht gewachsen. Bereits in der 4. Minute landete ein Volleyschuss unhaltbar im Winkel von Torwart Stefan Rickborn. Danach düpierte Woltmershausen ein ums andere Mal TURAs Abwehr. So fielen schon in der 6. und 12. Minute die Gegentreffer 2 und 3. Das Spiel war eigentlich bereits nach einer viertel Stunde entschieden. Und dennoch gab TURA sich nicht auf. Immer wenn man selbst die Initiative suchte, gab es auch eine gute Torgelegenheit. So in der 16. Minute als TURAs Bester an diesem Tag, Faruk Akkus, sich in den Strafraum spielte und nur mit einem Foul gebremst werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte er dann auch direkt selbst zum 1:3. In der 24. Minute dann wiederum postwendend der alte Abstand zum 1:4. In der 2. Halbzeit blies TURA dann zum Gegenangriff und ob man es nun glauben mag oder nicht, das Spiel hätte durchaus auch gewonnen werden können. Aber 100%ige Chancen wurden gleich im halben Dutzend liegen gelassen. Hierbei zeichnete sich insbesondere Dominique Bonanni aus, dem das Toreschießen derzeit ziemlich im Kopf rumspukt. Aber auch andere wie Tobias Durlach, Jakub Keller und Faruk Akkus ließen sichere Tore aus. So konnte nur noch Durlach nach einer Ecke von Akkus per Kopf in der 51. Minute zum 2:4 verkürzen. Im Gegenzug landete dann ein abgefälschter Ball wieder im Kasten der Turaner. So verlor man ein Spiel, dass mit voller Mannschaft wohl nicht so abgelaufen wäre, aber wer sich 5 Gegentore fängt, braucht sich nicht darauf zu berufen, welche Großchancen man liegen lässt. Jetzt wird es langsam eng in der Tabelle und die Turaner wollen nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Am liebsten am Wochenende im Derby gegen Vatan Spor...
Emotionen pur, ein rassiges Spiel auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage vor ansprechender Kulisse (ca. 120 Zuschauer), 5 Hinausstellungen und fünf Tore. Wohl wahr, die Zuschauer kamen auf ihre Kosten in diesem Derby der Gröpelinger, die ihren Platzhirsch ermittelten. Wie im letzten Jahr hatte auch diesmal TURA das bessere Ende für sich und gewann auch in der Höhe verdient mit 4:1. Zum Spielgeschehen: TURA beherrschte in der 1. Halbzeit Ball und Gegner und erspielte sich eine Vielzahl von Torgelegenheiten, die aber allesamt insbesondere von Dominique Bonanni, Tobias Durlach, Jakub Keller und Bakari Mara vergeben wurden. In der 19. Minute dann doch die Erlösung, als sich auf der linken Seite Jude Francis gekonnt durchsetzte und seine Flanke Faruk Akkus per Direktabnahme in die Maschen setzte. Vatan hatte nur einen Aufreger auf seiner Seite, als ein Schuss aus 20m an die Torlatte klatschte. Mitte der 1. Halbzeit wurde Vatan durch eine Gelb-Rote Karte auch dezimiert und es lief alles auf einen sicheren Erfolg für TURA hin. In der 58. Minute dann doch die große Ausgleichschance für Vatan, als ein weiter Abschlag in den 16er der Grün-Weißen kam und Mara in letzter Not einen Gegenspieler foulte. Entscheidung des Schiris: Elfmeter für Vatan und rote Karte für Mara. Der Elfmeter wurde kläglich über das Tor gesetzt doch nun herrschte wieder Gleichzahl auf dem Feld. In der 65. Minute erzielte endlich auch Torjäger Bonanni seinen ersten Treffer, als er einen Abpraller von Keller direkt verwertete. Die Freude der Mitspieler war dementsprechend groß. In der Folgezeit gab es noch zwei weitere gelb-rote Karten für Vatan und eine rote Karte für den gerade erst eingewechselten Mehmet Cengiz, der sich über ein Foul des Gegenspielers derart aufregte, dass ihn der Schiri wegen Beleidigung vom Platz stellte. Nun war viel Platz auf dem Spielfeld, denn es ging 9 Turaner gegen 8 Vatanesen hin und her mit entsprechenden Gelegenheiten. In der 81. Minute ein weiterer Elfmeter für Vatan, der, nachdem Stefan Rickborn ihn zunächst parierte, bei der Wiederholung (Keeper Rickborn löste sich zu früh von der Linie) aber überwunden wurde zum 1:2. Das 3:1 in der 83. Minute war dann das Eintrittsgeld alleine wert: der alles überragende Faruk Akkus holte sich den Ball in der eigenen Hälfte und sprintete über den ganzen Platz. Nachdem er auch den letzten Gegenspieler ausdribbelte, hämmerte er den Ball voll unter die Latte. Sensationell. Den Schlusspunkt besorgte Jude Francis, der einen Querpass von Ron Henke verwandelte.
Faruk Akkus (links) unnachahmlich: Vor seinem Treffer zum vorentscheidenden 3:1 lässt er 3 Gegenspieler stehen und hämmert das Leder anschließend unter die Latte. (Foto: BremerSP.de)
TURA Bremen - SC Schiffdorferdamm 4:2
TURA gewinnt überzeugend das Verfolgerduell
In einem sehr guten Landesligaspiel setzte sich TURA mit der bisher besten Saisonleistung verdient gegen einen nie aufgebenden Aufsteiger aus Bremerhaven durch. Das Spiel begann jedoch mit einer kalten Dusche für die Gröpelinger. Nach einem Ballverlust in der 19. Spielminute auf der rechten Abwehrseite wurde der Ball quer durch den 16er gespielt und bei dem folgenden Flachschuss sah Torwart Stefan Rickborn nicht unbedingt sicher aus. Danach zogen jedoch die Gröpelinger ihr Spiel auf und erspielten sich eine Reihe von Torgelegenheiten, doch das Leder wollte einfach nicht über die Linie rutschen. So vergab Dominique Bonanni mehrfach gute Einschussgelegenheiten und auch Ahmet Gül hatte Pech mit einem Pfostentreffer. In der 33. Minute verletzte sich dann Ferhat Sinar, was für Trainer Rolf Roeder das Signal für mehr Offenisve war. Er wechselte mit Tarek Miri einen zweiten Stürmer ein und diese Maßnahme sollte sich in der zweiten Halbzeit bezahlt machen. In der 50. Minute dann der umjubelte Ausgleichstreffer eben durch den eingewechselten Miri, der eine Ecke von Jude Francis einnickte. Jetzt folgte die drangvollste Periode der Gastgeber und sie sollte auch siegbringend sein. In der 53. Minute versenkte der starke Tobias Durlach einen der vielen gefährlichen Freistöße von Faruk Akkus mit dem Fuß(!) zur erlösenden Führung und bereits drei Minuten später die Vorentscheidung durch den besten Turaner, Jude Francis, als er nach einem Rückpass von Bonanni noch einen Gegenspieler austanzte um den Ball danach ins Netz zu dreschen. TURA hatte das Spiel jetzt vollends im Griff und der Gegner brachte kaum noch Torgelegenheiten zu Stande. Um so überraschender fiel dann in der 69. Minute der Anschlusstreffer für Schiffdorferdamm, als sich Torwart Stefan Rickborn ein weiteres Mal verschätzte und die Flanke trotz Ansage nicht abfangen konnte. So musste man um TURA noch ein wenig besorgt sein, bis endlich in der 87. Minute wiederum Francis den Endstand nach einem schönen Zuspiel von Ron Henke erzielte. Nach diesem Erfolg ist man erst einmal erster Verfolger auf die Aufstiegsplätze und fährt am nächsten Wochenende zum Angstgegner Sparta Bremerhaven.
Tore: 0:1 (19.), 1:1 Miri (50.), 1:2 Durlach (53.), 1:3 Francis (56.), 2:3 (69.), 2:4 Francis (87.)
Sparta Bremerhaven - TURA Bremen 2:2
TURA entführt beim Angstgegner einen Punkt
Auf ungewohnten Untergrund (roter Grandplatz) mussten die Gröpelinger sich zunächst an den Platz gewöhnen. Nach ca. 15 Minuten des Abtastens war man aber im Spiel und bestimmte das Tempo und hatte den Gegner jederzeit im Griff. Die Führung für die Gröpelinger entstand aus einem in dieser Saison bereits bewährtem Muster. Freistoß von Faruk Akkus und Kopfball vom überragenden Tobias Durlach. In der 31. Minute gingen die Grün-Weißen verdientermaßen in Führung, wurden doch bereits zuvor gute Einschussgelegenheiten von Dominique Bonanni und Tobias Durlach vergeben. Nur drei Minuten später die 2:0 Führung für TURA, als Tarek Miri einen langen Freistoß von Durlach gekonnt an- und mitnahm und trocken von der Strafraumgrenze abzog. Alles sah nach einem souveränen Sieg für die Gäste aus, doch bereits weitere drei Minuten später wurde man Opfer des nun etwas aufgeweichtem Untergrund. Ein Querpass durch den eigenen 16er versprang dem ansonsten gut spielenden Kevin Berlips unglücklich, so dass der Ball durchrutschte zum dahinter freistehenden Gästestürmer. Dessen Schuss aus 8m konnte Torwart Stefan Rickborn zwar noch abwehren, aber der Ball sprang dem heranlaufenden Ron Henke direkt ans Knie und schon war der überraschende Anschlusstreffer vorhanden. Nach der Halbzeit drängte nun Sparta mit Macht auf den Ausgleichstreffer und hatte nun seinerseits gegen immer mehr den Faden verlierende Turaner ein Übergewicht. Das 2:2 in der 60. Minute war wiederum eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Vom Rücken von Ahmed Gül sprang der Ball einem Spartaner direkt vor die Füsse, der aus 5m Keeper Rickborn keine Chance ließ. Das Spiel wurde nun zusehends hektischer und es ergaben sich noch Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Für TURA ließen diese Ahmed Gül, Faruk Akkus und Jude Francis jedoch allesamt aus, so dass man am Ende mit dem einen Punkt sich zufrieden geben musste. Am letzten Hinrundenspieltag empfängt TURA am kommenden Samstag den starken Geestemünder SC um 14.30 Uhr auf dem heimischen Kunstrasen.
TURA berauscht sich selbst und die anwesenden Zuschauer
Dass die Grün-Weißen in letzten Wochen einen immer besseren Lauf hatten, ist aus den Vorberichten zu entnehmen. Am Samstag erlebte nun der eigentlich auf Augenhöhe sich befindende Gegner aus der Hafenstadt sein Waterloo in Gröpelingen und zeigte sich nicht einmal niedergeschlagen. Zu deutlich war Ihnen TURA überlegen in den 90 Minuten und das Ergebnis hätte sogar noch höher ausfallen können. Fast perfektes Kurzpassspiel gepaart mit überfallartigen Angriffen über die beiden Außenspieler ließen GSC ein ums andere Mal in Verlegenheit bringen. Dazu ein Jakub Keller in herausragender Form und fertig ist das Ensemble. Bereits nach 13 Minuten setzte sich Keller gegen drei Mann durch und schoss die Kugel aus 16m zur 1:0 Führung in die Maschen. In der 20. Minute staubte Tarek Miri einen von Faruk Akkus an den Innenpfosten geschlagenen Freistoß ab und es stand 2:0. Weitere Gelegenheiten wurden durch Miri und dem starken Sebastian Schade in der ersten Halbzeit noch vergeben. Eine einzige Chance war vom Gegner zu vermelden, als sie einen Nachschuss eines Freistoßes abgefälscht im TURA-Tor unterbrachten. Das Tor wurde jedoch aus Abseitsgründen nicht gegeben. Die zweite Halbzeit lief wie die erste: TURA diktierte das Spiel nach Belieben und als Kuba (Jakub Keller) in der 53. Minute einen Freistoß verwandelte war der Drops endgültig gelutscht. Das 4:0 in der 70. wiederum durch Kuba und ein verwandelter Foulelfmeter durch Faruk Akkus in der 74. Minute schraubten das Ergebnis in die Höhe. Erstmals für TURA im Einsatz war Numan Dön, der seine Sache recht vielversprechend erledigte. Insgesamt eine imposante Leistung der TURA-Elf, die keinen Schwachpunkt in ihren Reihen hatte und man darf gespannt sein, wie man am kommenden Samstag gegen den Meisterschaftsaspiranten Union 60 besteht.
Was hatte man sich im Vorfeld dieses Spiels nicht alles vorgenommen. Man fühlte sich auf Augenhöhe mit dem Klassenprimus und so sah man der Begegnung auch gelassen entgegen, als der Schiedsrichter dieses Spiel stattfinden ließ auf einem Geläuf, dass doch mehr einer Eisbahn ähnelte. Doch bereits nach 2 Minuten ahnte Trainer Rolf Roeder, was heute auf seine Jungs zu kommen würde. Man hatte das Gefühl, dass bei einem Formel 1-Regenrennen die eine Partei mit Regenreifen und die andere mit Slicks fuhr. Während Union 60 konsequent das richtige Schuhwerk (Multinocken) besaß, hatten die Turaner ihre teuren Fussballtreter an, die für alles Mögliche gut sind, nur nicht auf Bespielen von harten und eisigen Plätzen. Dies wundert vor allem des wegen, da TURA über Jahre auf diesem Belag trainiert. Den TURA-Spielern wurde deutlich vorgeführt, dass man nicht nur gut Fußballspielen, sondern sich auch entsprechend ausrüsten muss. So verschenkte man die Gelegenheit, sich weiter der Spitze zu nähern, denn in diesem ungleichen Duell hatte man von Anfang an keine Chance. Einzig Torwart Stefan Rickborn ist es zu verdanken, dass es kein größeres Debakel gab. Bereits nach 35 Minuten beim Stand von 1:5 musste Trainer Roeder zwei seiner ansonsten besten Spieler (Jude Francis und Sebastian Schade) auswechseln, da diese mehr auf dem Eis lagen als Fußball spielten. Zudem blieb auch noch aus disziplinarischen Gründen Ahmet Gül gleich in der Halbzeitkabine. Dies sagt eigentlich schon alles über die Gemütslage der Gröpelinger. In atemberaubenden Tempo ging Union in Führung. In der 9., 13., 19., 24. und 27. Minute schraubten sie das Ergebnis auf sagenhafte 0:5. Der Ehrentreffer in der 32. Minute durch Gül rettete TURA auch nicht. In der zweiten Halbzeit schraubte Union das Tempo etwas herunter und TURA rutschte nun ein wenig besser mit, so dass nur noch das 1:6 in der 79. Minute zu beklagen war. Zwei gelb/rote Karten für unglückliche Ausrutscher von Tobias Durlach und Kevin Berlips rundeten das Bild einer hilflosen Mannschaft ab. Bleibt nur zu hoffen, dass man aus diesem Spiel seine Lehren zieht und die Spieler sich zu Weihnachten die richtigen Schuhe schenken lassen, denn auch die Ausrüstung gehört neben dem intensiven Training dazu, wenn man höhere Ziele anpeilen will. Einmal muss TURA jedoch noch auf hartem Geläuf auflaufen, wenn man am kommenden Wochenende beim Tabellenletzten Eiche Horn antritt. Man kann nur hoffen, dass die Sonne scheint…
Von der Mittellinie durch die Hosenträger Turas Faruk Akkus gelingt kurioser Treffer beim 4:0-Sieg gegen SV Grambke-Oslebshausen Grambke. Eine Szene war bundesligareif: Patrick Schröder schlug in der zehnten Minute eine weite Flanke, Dirk Heumann nahm den Ball volley und zwang Turas Keeper Ersin Riza Kozulcali zu einer Glanzparade. Mehr hatte der SV Grambke-Oslebshausen im Fußball-Duell gegen den Orts- und Tabellennachbarn aus Gröpelingen aber nicht zu bieten und verlor das Landesliga-Heimspiel nach der 1:5-Pleite in der Hinrunde mit 0:4. Damit trat ein, was Verantwortliche der Blau-Weißen vor dem Anpfiff befürchtet hatten: In der jetzigen Verfassung ist das Team von Trainer Frank Kandziora in der Landesliga kaum konkurrenzfähig. Ungefährlich im Angriff, mit riesigen Löchern in der Rückwärtsbewegung und einer wackeligen Abwehr mit einem verunsicherten Torwart Meik Jeschin sind sie weit von ihrer Bestform entfernt. Ganz anders die Gäste, die ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Rückrunde gestartet waren, aber von der ersten Minute an zeigten, dass sie Wiedergutmachung wollten. Trainer Rolf Roeder durfte die 90 Minuten jedenfalls ohne große nervliche Anspannung auf der windgeschützten Bank verbringen, hatten seine Schützlinge den Gegner doch fast jederzeit im Griff. Den Grundstein für den auch in der Höhe verdienten Sieg legte Faruk Akkus. Seinen Freistoß in der sechsten Minute verwandelte Tarek Miri aus Nahdistanz. Eine halbe Stunde später drückte derselbe Spieler eine Akkus-Ecke per Kopf aus nur einem Meter Entfernung in die Maschen. In beiden Szene fehlte die Zuordnung in der SVGO-Abwehr. Auch das dritte Tura-Tor ging auf das Konto von Meik Jeschin.Unmittelbar nach dem Wiederanstoß drosch Faruk Akkus den Ball von der Mittellinie mit Windunterstützung in Richtung SVGO-Tor, und Jeschin ließ ihn durch die berühmten Hosenträger rutschen. Die Hausherren resignierten, spielten ihren Part lustlos herunter und ließen weitere Großchancen zu. So markierte der eingewechselte Dominique Bonanni unmittelbar vor dem Abpfiff das 4:0. SVGO-Trainer Frank Kandziora: "Wenn wir so weiter spielen, holen wir keinen Punkt mehr." In der Tabelle blieb die Niederlage nicht ohne Folgen. Der SV Grambke-Oslebshausen rutschte auf Rang neun ab.
Leher TS trifft selbst das leere Tor nicht Landesliga-Fußballer sind nach der 1:2-Niederlage bei TuRa Bremen enttäuscht
BREMEN. Die Leher Turnerschaft wartet in der Fußball-Landesliga weiterhin auf eine Initialzündung. Trotz bester Gelegenheiten, die Partie für sich zu entscheiden, kehrte man enttäuscht mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage von TuRa Bremen heim. „Was uns fehlt, ist ein echter Goalgetter. Wenn selbst das leere Tor nicht getroffen wird, hat man wohl keine Punkte verdient“, versuchte LTS-Co-Trainer Werner Brickwedel das Spiel zu analysieren. Wie bereits in der vergangenen Woche versäumten es die Männer aus dem Speckenbütteler Park, von Beginn an hellwach auf dem Platz zu stehen. TuRa-Spieler Bonanni startete einen Weckruf. Danach machten sich die LTS-Kicker Kuzu, Tutar, Klöser und Nebihi auf den Weg, das gegnerische Tor unter Beschuss zu nehmen. Nebihi war übrigens der Unglücksschütze, der im zweiten Anlauf das „Runde“ nicht in das leerstehende „Eckige“ brachte. Die favorisierten „TuRaner“ schädigten sich anschließend selbst: Der gut leitende Referee Ugur Bulut (TV Lehe) hörte eine Beleidigung seines Landsmannes FarukAkkus (40.), der dafür einen Platzverweis kassierte. Dennoch gingen die Bremer mit einer 1:0-Führung in die Pause – Jakub Keller traf nach Flanke von Durlach (45.). Glücklich fiel der Ausgleich in der 80.Minute. TuRa-Torhüter Kozulcali bekam einen Ball gegen den Rücken geschossen, das Leder trudelte anschließend über die Linie. Die LTS drängte nun sogar auf den Sieg, vernachlässigte allerdings die Defensive, so dass Sagahai Biria das 2:1 für TuRa gelang (88.).
Keine Spur von Resignation FTG schafft gegen TuRa Bremen ein 2:2
Bremerhaven. Nach drei mächtigen Klatschen in Serie hat sich in der Fußball-Landesliga Bremen Schlusslicht FT Geestemünde mit einem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenvierten TuRa Bremen zurückgemeldet. Nichts war zu spüren von Resignation bei den Freien Turnern, die sich als kompakte Einheit präsentierten. „Wir haben noch lange nicht aufgegeben. Bis zum Saisonende sind noch 36 Punkte zu vergeben, von denen wir möglichst viele einkassieren wollen. Wenn es dann nicht zum Klassenerhalt reicht, haben wir uns wenigstens nichts vorzuwerfen“, sagt Trainer Claus Wachaczewsky. Der FTG-Coach freut sich, dass seine Truppe seine taktischen Vorgaben diszipliniert umsetzte. Dass er in der Abwehr mit Libero und zwei Manndeckern spielte, trug wesentlich zur Stabilisierung bei. So wurden die Offensivbemühungen der TuRaner bereits im Ansatz erstickt. Das lag auch mit am Mittelfeld, das gut nach hinten arbeitete, ohne den Spielaufbau zu vernachlässigen. Im Angriff waren Brau und Guscic fleißig und konnten sich als Torschützen auszeichnen, wenn auch Torjäger Lukas Buchwald vermisst wurde. Nach der 2:0-Führung durch Brau (35.) und Guscic (66.) sah die FTG wie der sichere Sieger aus. Als TuRa per Sonntagsschuss durch Kevin Berlips (78.) verkürzten konnte, gelang TURA in der 85.Minute durch ein Eigentor doch noch der glückliche Ausgleich.
Nur Ahlers trifft gegen Tura SC Borgfeld ist dem Gast beim 1:3 in allen Belangen unterlegen
Borgfeld. Selten konnte Karl-Heinz Kaufmann wohl so gut mit einer Niederlage leben wie am gestrigen Sonntag. Mit 1:3 (0:2) hatte sein SC Borgfeld das Heimspiel in der Fußball-Landesliga Bremen gegen den Tabellendritten Tura Bremen verloren. Kein ganz so deutliches Ergebnis - ganz im Gegensatz zu Kaufmanns Spielanalyse: "Das war wirklich ein absolut verdienter Sieg von Tura. Selbst wenn wir die erste Halbzeit nicht verschlafen hätten, wäre es heute wohl schwer gegen sie geworden", urteilte der Borgfelder Trainer. Die besagte erste Halbzeit nutzten die Gäste zu einer beruhigenden 2:0-Pausenführung. Gleich zweimal hatte sich der fast zwei Meter große Sinan Özbek im Kopfball durchgesetzt. "Wir waren zunächst überhaupt nicht im Spiel, Tura war deutlich präsenter und hat vermutlich fast 70 Prozent der Zweikämpfe gewonnen", sagte Kaufmann. Besonders die rechte Seite der Borgfelder zeigte sich gestern anfällig für die schnellen Vorstöße des Gegners, so reagierte Kaufmann bereits nach rund einer halben Stunde und brachte für Sönke Blanke den jungen Kevin Brempong ins Spiel. Nach der Pause kam mit Kevin Brandes ein weiterer sehr junger Akteur in die Partie - und damit auch neuer Schwung. Brempong und Redenko Zoric vergaben nun den möglichen Anschlusstreffer, doch mitten in diese zumindest kleine Drangphase der Borgfelder fiel die endgültige Entscheidung durch Jude Francis (66.). Allerdings, wie Kaufmann hinterher betonte, aus "doch stark abseitsverdächtiger Position". Wie dem auch sei, das Spiel hätten die Hausherrn wohl gestern ohnehin nicht mehr gedreht. So blieb es dann beim Ehrentreffer durch Jens Ahlers, der allerdings schön anzusehen war. Nach einem Alleingang lupfte der Zehner der Borgfelder das Leder über den herauseilenden Tura-Keeper Stefan Rickborn hinweg zum 1:3-Endstand in die Maschen. Karl-Heinz Kaufmann konnte mit diesem Ergebnis am Ende gut leben, denn er hatte zuvor auch noch reichlich Konterchancen und einen Pfostentreffer der Gäste gesehen. Die Borgfelder rutschten durch diese Niederlage im dicht gestaffelten Mittelfeld der Bremer Landesliga vorübergehend auf den neunten Rang ab, müssen aber nach unten bei zehn Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz wohl nichts mehr befürchten.
An die Ehre appelliert: "Husaren" schaffen noch ein 4:4
Gröpelingen. Zwischen "schrecklich" und "allererste Sahne" bewertete Juan Schrader, der gesperrte Trainer des Fußball-Landesligisten SV Grohn, aus der Zuschauerrolle heraus den Auftritt der "Husaren" beim 4:4 (1:4)-Remis bei Tura Bremen. Das schreckliche Spiel der Nordbremer in den ersten 45 Minuten wurde gnadenlos bestraft - und das binnen 20 Minuten. Denn nach der von Enis Baki erzielten Führung (19.) begann das Dilemma mit einem Missverständnis zwischen Keeper Marco Hampel und Savas Kaleli. Nutznießer Dominique Bonanni ließ sich nicht lange bitten und glich aus (22.). Von diesem Treffer waren die "Husaren" offenbar derart geschockt, dass sie gleich noch das 1:2 (23., Tobias Durlach) und 1:3 (24., Sinan Özbek) kassierten. Noch vor der Pause (41.) legte Sinan Özbek zum 4:1 nach. Der in der Halbzeit folgende Appell an die Ehre und Auswechslungen zeigten eine kaum für möglich gehaltene Wirkung. "In den zweiten 45 Minuten haben wir Tura an die Wand gespielt und hätten auch noch 7:4 gewinnen können", erklärte Juan Schrader, der später den vergebenen Großchancen des von der Abwehr in den Angriff beorderten Savas Kaleli nachtrauerte. Aber immerhin einmal traf der Defensivspieler - und das in der Schlussminute zum 4:4. Zuvor hatten der eingewechselte Hakan Atasoy (59./70.), beim 2:4 nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten und schnell verletzt wieder ausgeschiedenen Denis Semerci, dem SV Grohn mit seinen Treffern neues Leben eingehaucht. "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, Das war allererste Sahne", lobte Schrader, der nach Spielende nicht so recht wusste, wie er das Remis einordnen sollte. Einerseits: "Für uns war das nach dem 1:4 wie ein Sieg." Andererseits: "Savas Kaleli war dreimal frei vor dem Tor. Wir hätten gewinnen müssen." Fakt ist jedenfalls: Die im Laufe der zweiten Hälfte gar nicht mehr betreute Mannschaft (Schrader: "Unser Co-Trainer Henning Vogelbein sollte sich das nicht mehr antun") hat sich mit Erfolg gegen die drohende Niederlage gewehrt.