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BSC Hastedt - TURA Bremen   5:4 n.E.

Tura unterliegt im Elfmeterschießen

Bereits in der 1.Runde des DFB/Lotto-Pokals musste die 1.Herren von TURA beim Kreisligisten BSC Hastedt die Segel streichen. Die Gastgeber gingen bereits nach 3 Minuten, nach einer Unachtsamkeit in der TURA-Abwehr, mit 1:0 in Führung. Die Gröpelinger waren zwar von nun an feldüberlegen, aber Torchancen wurden nicht herausgespielt. Acht Minuten vor der Pause erhöhten die Gastgeber gar auf 2:0. Wieder war die Defensive der grün-weißen nach einem schnell ausgeführten Einwurf nicht auf der Höhe und Keeper Knuth Meyer ließ sich aus 23 Metern per Lupfer überwinden.
In Durchgang 2 dann ein anderes Bild. Die Hastedter kamen nun kaum noch aus der eigenen Hälfte und TURA kam zu ersten klaren Chancen. Erst in der 78.Minute gelang Tobias Durlach der Anschluß, nachdem er von Ziwar Sun wunderbar frei gespielt wurde. Eine Minute vor dem Abpfiff erzielte Timur Özbek mit einem direkt verwandelten Freistoß den verdienten Ausgleich.
Im folgenden Elfmeterschießen zeigten die Turaner dann Nerven und vergaben in Person von Mustafa Ceylan, Sinan Özbek und Ziwar Sun gleich dreifach.

TURA: Knuth Meyer, Ziwar Sun, Tobias Durlach, Nuredin Avdiji, Sinan Özbek, Mustafa Ceylan, Cengiz Özbek (Tarek Miri/63.), Daniel Müller, Mejmet-Ali Cengiz (Sebastian Schade/34. - Timur Özbek/46.), Dominique Bonanni, Kevin Berlips 

Tore: 1:0 (3.), 2:0 (37.), 2:1 Tobias Durlach (78.), 2:2 Timur Özbek (89.)

Elfmeterschießen:
2:3 Tobias Durlach, 3:3, 3:4 Nuredin Avdiji, 4:4, Mustafa Ceylan verschossen, 5:4, Sinan Özbek verschossen, Hastedt verschossen, Ziwar Sun verschossen


TURA Bremen - KSV Vatan Spor   2:4

Ein halbes Jahr Gröpelingens Nummer eins
Bremen-Liga-Absteiger Vatan Sport feiert überraschenden 4:2-Sieg gegen favorisierten Nachbarn Tura 
 
Gröpelingen. Dass das kein gewöhnlicher Sieg für den Fußball-Landesligisten KSV Vatan Sport war, wurde schon wenige Minuten nach dem Abpfiff deutlich. Vatan-Trainer Hakan Aksoy bemühte sich nicht einmal, seine Gedanken irgendwie zu umschreiben. Er sagte es direkt und mit einem Lächeln im Gesicht. "Jetzt sind wir für sechs Monate die Herren auf der Sportanlage", sagte Aksoy nach dem etwas überraschenden 4:2 (1:0) gegen Tura Bremen.
Es war wieder Derby-Zeit auf der Bezirkssportanlage in Gröpelingen, sportliche Heimat von Tura und Vatan Sport gleichermaßen. Die Rangfolge im Bremer Westen schien dabei im Vorfeld deutlich geregelt. Tura wird nicht nur von den Landesliga-Trainern als Aufstiegskandidat gehandelt, Vatan hingegen steht nach dem Abstieg aus der Bremen-Liga vor einem Neuanfang. "Daher habe ich auf keinen Fall mit einem Sieg gegen Tura gerechnet", sagte Aksoy, der, inzwischen 35 Jahre alt, sogar selbst auflaufen musste.
Auch für Andreas Zimmermann kam das Ergebnis durchaus überraschend. Zu gerne hätte der Tura-Coach einen gelungenen Saisoneinstand gehabt, auch um nicht gleich in den ersten Spielen den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. "Es ist verdammt ärgerlich, dass wir wie im vergangenen Jahr wieder mit einer Niederlage starten." Eine Niederlage indes, die nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit völlig in Ordnung ging. Tura zeigte sich beeindruckt vom unglücklichen 0:1 quasi mit dem Pausenpfiff. Erhan Akgün hatte für Vatan die etwas schmeichelhafte Führung erzielt. In Halbzeit zwei agierten die Grün-Weißen zu zögerlich in den Zweikämpfen, zudem stimmte in der Abwehr ein ums andere Mal die Zuordnung überhaupt nicht. Vor allem Vatans Offensivtrio Aygün Kopar/Hakan Atasoy/Hakan Aksoy erwischte einen guten Tag und brachte brachte die Tura-Hintermannschaft immer wieder in Verlegenheit.
So auch beim 0:2. Hakan Atasoy stand im Strafraum völlig frei und hatte nach einem Zuspiel keine Mühe mehr, den Ball aus fünf Metern locker ins Tor zu schieben (50.). "Hinten passt bei uns sicher noch nicht alles", sagte Zimmermann. "Die Jungs sind da einfach noch nicht eingespielt."
Tura steckte vor 120 Zuschauern allerdings nicht auf und kam durch ein Kopfballtor von Sinan Özbek zum 1:2 (61.). Doch schon im Gegenzug stellten die zumindest formal erklärten Gäste den alten Vorsprung wieder her. Aygün Kopar war im Strafraum gefoult worden. Den fälligen Strafstoß von Hakan Aksoy parierte Torhüter Axel Petka, hatte dann aber Pech, dass der Nachschuss von Aksoy von seinen Händen ins Tor abprallte (62.).
Spätestens jetzt wurde es auf dem Rasen etwas unruhiger und auch etwas unfairer. Nach einem absichtlichen Ellbogencheck ins Gesicht von Muhic Adis sah Turas Nuredin Avdiji völlig zurecht die Rote Karte (71.). Kurz vor Schluss folgte Michael Dirks nach Gelb-Rot seinem Mitspieler vorzeitig in die Kabine (86.). Die Tore von Tobias Durlach zum 2:3 (80.) und Hakan Atasoy zum 2:4 (84.) gerieten da beinahe in den Hintergrund. "Das war ein Auftakt nach Maß" sagte Spielertrainer Aksoy. "Ich denke, wir befinden uns auf dem richtigen Weg."

TURA: Petka, Sun (Richter/53.), Durlach, Avdiji, S.Özbek, Dirks, Ceylan, C.Özbek, Miri, Bonanni, Berlips (T.Özbek/46.)

Tore: 0:1 (45.), 0:2 (50.), 1:2 S.Özbek (61.), 1:3 (62.), 2:3 Durlach (80.), 2:4 (84.)
Turas Tobias Durlach (halbverdeckt) und Sinan Özbek (rechts) stemmen sich Vatan-Schlußmann Tuna Sahinkaya entgegen. In dieser Szene traf Durlach zum zwischenzeitlichen 2:3.


SV Hemelingen - TURA Bremen   1:2

Turas Doppelschlag zerstört Hemelinger Siegesträume 
 
Bremen. Seit rund 35 Jahren ist Thomas Pfau mittlerweile als Spieler und Trainer im Fußball-Geschäft, doch das, was ihm gestern mit der SV Hemelingen im Heimspiel gegen Tura widerfuhr, ist bislang einmalig. Bis zur 90. Minute lag der Landesligist aus Hemelingen mit 1:0 vorn, bevor ein schier unglaublicher Doppelschlag der Gröpelinger den bisherigen Spielverlauf ad absurdum führte und die Elf von Tura-Trainer Andreas Zimmermann mit dem 2:1 (0:1)-Sieg tatsächlich noch die drei Punkte einsackte.
Mutalip Kaya brachte die SVH verdient in Führung (48.). Die klasse aufspielenden Hemelinger konnten danach aber auch ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen nicht nutzten - allein der stark spielende, aber ebenso glücklose Papathanasiou vergab vier Riesenmöglichkeiten.
Und plötzlich hauchte Timur Özbek seiner Tura-Elf wieder Leben ein. Und wie es sich in diesem Spiel gehörte, nicht etwa mit einem Allerweltstor. Nein, es musste schon ein Riesenpfund aus etwa 40 Metern sein. Der angeschlagene Özbek, der eigentlich schon ausgewechselt werden wollte, legte alles in diesen Schuss, und der Ball schlug direkt unter der Latte im oberen Winkel ein - 1:1. Doch es sollte für die Hemelinger noch dicker kommen, denn zwei Minuten später stand Tobias Durlach im SVH-Strafraum goldrichtig und nutzte den einzigen Fehler der Hemelinger Abwehr zum 2:1-Siegtor.
Fans des FC Bayern wissen, wie man sich in solchen Momenten fühlt, denn wie 1999, als Manchester United den Münchnern den Champions-League-Traum nach einem frappierend ähnlichem Spielverlauf zerstörte, so am Boden waren gestern auch die Hemelinger. Da tröstete es auch gar nicht, dass sich Tura-Trainer Zimmermann beinahe dafür entschuldigte: "Das war ein völlig unverdienter Sieg, aber was soll ich machen?"
Und Hemelingens Trainer Thomas Pfau? Der wäre nicht er selbst, wenn er trotz dieser bitteren Pille nicht schon wieder nach vorne schauen würde: "Natürlich muss man so etwas erst einmal wegstecken. Trotzdem kann man auf diese starke Leistung aufbauen."

TURA: Petka, Sun, Durlach, Henke, Richter (Miri/30.), Dirks, Ceylan, C.Özbek, T.Özbek, Bonanni, Berlips (S.Özbek/46.)

Tore: 1:0 (47.), 1:1 T.Özbek (90.), 1:2 Durlach (90.+2)


TURA Bremen - Geestemünder SC   2:4

Tura lässt erneut Federn - 2:4 
 
Bremen. Zur Halbzeit roch alles noch nach dem ersten Heimsieg für den Fußball-Landesligisten Tura Bremen. Gut 45 Minuten später jubelten allerdings die Gäste vom Geestemünder SC. Mit einem 4:2 (1:2)-Auswärtssieg vermiesten sie der Elf von Andreas Zimmermann den nächsten Auftritt vor heimischer Kulisse.
Bereits am ersten Spieltag gegen Vatan Sport verlor Tura daheim mit 2:4. Nach einem verwandelten Elfmeter von Dejan Jankowski (10.) zur Gästeführung drehten Turas Tobias Durlach (25.) und Mustafa Ceylan (43.) die Partie noch vor der Pause. Ein zweites Elfmetertor, diesmal durch Tirapol Panpakdi, brachte den GSC in der 60. Minute wieder zurück ins Spiel. Mit seinen Toren Nummer zwei und drei an diesem Tag machte Dejan Jankowski die zweite Tura-Niederlage der laufenden Saison perfekt.
"Das war mehr Brechstange als Fußball. Wir müssen noch unseren Rhythmus finden. In der vergangenen Saison standen wir aber nach drei Spieltagen genauso da", wollte Andreas Zimmermann nach dem schwachen Liga-Start der Gröpelinger nichts dramatisieren. "Gegen Union 60 erwartet uns nun die nächste schwere Aufgabe."

TURA: Meyer, Sun (Schade/71.), Durlach, S.Özbek, Henke (Berlips/63.), Aridir, Dirks, Ceylan, Miri (Richter/46.), Müller, Bonanni

Tore: 0:1 (9.), 1:1 Durlach (20.), 2:1 Ceylan (44.), 2:2 (57.), 2:3 (65.), 2:4 (89.)


FC Union 60 - TURA Bremen   1:1

Tura weiter im Mittelmaß
Wenig berauschendes 1:1 stellt aber auch Union 60 kein überragendes Zeugnis aus 
 
Bremen. Nach dem Abpfiff blieb der große Jubel aus. Vor Enttäuschung am Boden lag auf dem Sportplatz in der Pauliner Marsch aber ebenfalls niemand. So ist das eben an Tagen wie diesen. Mit der Formulierung "typisches Unentschiedenspiel" brachte Gäste-Coach Andreas Zimmermann das 1:1 (1:1)-Remis zwischen dem FC Union 60 und Tura Bremen in der Fußball-Landesliga auf den Punkt. "Man hat gesehen, dass hier zwei Mannschaften noch nicht auf dem Level sind, zu dem sie in der Lage sind", analysierte Zimmermann eine fußballerisch wenig berauschende Begegnung. Nach weiterhin nur einem Sieg aus vier Partien ist Tura seiner Rolle als selbsternannter Aufstiegsaspirant auch am vierten Spieltag nicht gerecht geworden.
Als Meisterkandidaten hatten viele Leute im Vorfeld der Saison auch die Unioner betrachtet. Eine Rolle die Helmut Klußmann, Trainer des Aufsteigers, überhaupt nicht gerne zugeschustert bekam. "Die vielen Vorschusslorbeeren haben meiner Mannschaft nach dem 6:1-Auftaktsieg gegen Lehe-Spaden sicherlich nicht gut getan."
Dennoch machte seine Elf am Sonntagnachmittag gerade in der Anfangsphase noch eine gute Figur. "Wenn wir nach 20 Minuten 3:0 führen, kann sich Tura nicht beschweren", sagte Klußmann. Dass es zu diesem Zeitpunkt nach dem Kopfballtreffer durch Christpher Taylor (14.) nur 1:0 stand, lag auch daran, dass Unions Francesco da Ros gleich mehrmals aus guter Position verzog. (5., 8., 30.). Das rächte sich dann in der 33. Minute, als Sinan Özbek zum Ausgleich für die grün-weißen Gäste einschob. Nachdem Union-Keeper Jonas Heigl wenig später Schüsse von Tobias Durlach (37.) und Sebastian Schade (41.) glänzend abwehrte und Klußmann noch vor der Pause Lennart Kotschelnik auswechselte, durfte man die Hausherren um ihren Halbzeitgang in die Kabine nicht beneiden.
Denn: "Es wurde sehr laut", nickte Klußmann bezüglich seiner Kabinenpredigt. "Ich bin enttäuscht , dass sich meine Mannschaft über die komplette Spieldauer nicht auf besprochene Vereinbarungen konzentrieren konnte." Denn auch nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich weiterhin ein fahriges Hin und Her, für das die 22 Kicker in der 67. Minute dann noch mehr Platz bekamen. Nachdem Ron Henke Mirza Begovic auf Höhe der Mittellinie von hinten umgrätschte und der Gefoulte den Übeltäter daraufhin umstieß, sahen beide Akteure von Schiedsrichter Frank Brüggemann die rote Karte. Die Turaner hätten es gerne gesehen, wenn Brüggemann in der 77. Minute noch einmal Rot gezückt hätte. Nach einem Foul von Taylor am durchgepreschten Dominique Bonanni beließ der Schiedsrichter es aber bei gelb.
Nach jeweils einem Sieg und einem Remis haben beide Teams nun vier Punkte. Ein Zwischenstand, mit dem der Aufsteiger Union sicherlich besser leben kann als der Aufstiegsaspirant aus Gröpelingen.

TURA: Petka, Durlach, Schade (Richter/86.), S.Özbek (Sun/70.), Henke, Aridir, Dirks, Ceylan (Kirchhoff/75.), C.Özbek, Müller, Bonanni

Tore: 1:0 (18.), 1:1 S.Özbek (33.)
Turas Tobias Durlach (vorn), hier im Zweikampf mit Unions Eric Alexis Tchokam, sorgte auf der linken Angriffsseite für viel Druck.


TURA Bremen - FC Burg   3:1

Tura schießt sich aus der Krise
Große Erleichterung nach 3:1-Erfolg gegen Spitzenreiter FC Burg 
 
Gröpelingen. Die Erleichterung war beinahe greifbar, nachdem Tura Bremen den FC Burg mit 3:1 (1:1) bezwungen und damit den Fehlstart in der Fußball-Landesliga vermieden hatte. Nach zuvor nur vier Punkten aus vier Partien standen die aufstiegsambitionierten Gröpelinger gegen den als Spitzenreiter angereisten FCB unter einem immensen Erfolgsdruck, "eine Niederlage", stellte Tura-Coach Andreas Zimmermann klar, "eine Niederlage durften wir uns nicht erlauben, denn dann hätte der Abstand zur Spitze bereits neun Punkte betragen".
In der kampfbetonten Partie, deren Qualität unter dem nassen Kunstrasenbelag litt, zeigte Tura jedoch den nötigen Biss und Einsatzwillen, um diese wichtigen Zähler auf der Habenseite zu verbuchen. "Ich hoffe, dass wir uns damit nun aus der kleinen Krise rausgearbeitet haben", erklärte Zimmermann, der den Sieg der Gastgeber als "nicht ganz unverdient" einstufte. In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit brachte der aus der eigenen Jugend aufgerückte Tarek Miri die Platzherren in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung, Burg kam durch einen aus Turaner Sicht "fragwürdigen" Elfmeter, in der 35. Minute zum Ausgleich. Tura-Keeper Axel Petka parierte zunächst gegen Mirco Heyne, doch im Nachsetzen war der Burger dann erfolgreich.
Einen Elfmeterpfiff gab es später auch auf der Gegenseite: Nach Foul an Tobias Durlach, traf Michael Dirks vom Punkt zum 2:1. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Sinan Özbek, der fünf Minuten vor dem Abpfiff das 3:1 erzielte. "Meine Mannschaft wollte dieses Spiel gewinnen", lobte Andreas Zimmermann den Kampfgeist seiner Elf - und fügte nach kurzer Atempause an: "Jetzt ist für uns aber am nächsten Sonntag beim SC Lehe-Spaden ein weiterer Dreier Pflicht."

1. FC Burg lässt erstmals Federn 
 
Burg. Am fünften Landesliga-Spieltag erwischte es nun auch die Kicker des 1. FC Burg. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz von Tura Bremen mussten sich die Schützlinge von Björn Reschke erstmals in dieser Saison geschlagen geben (1:3).
"Wenn wir unsere Chancen verwertet hätten, wäre auf jeden Fall ein Remis gerechter gewesen. Aber wir werden nach der Tura-Niederlage jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken", meinte Björn Reschke. Bereits in der siebten Minute musste der Gäste-Schlussmann Marco Gärtner das erste Mal hinter sich greifen. Nach einem Freistoß aus 25 Metern köpfte der Stadtbremer Sinan Özbek aus der Nahdistanz aufs Tor. Gärtner konnte zwar noch parieren, aber den rutschigen Ball nicht festhalten. So hatte Tura's Tarek Miri keine große Mühe, die 1:0-Führung zu markieren. Hiernach zeigte sich der Gastgeber wesentlich aggressiver, und erst in der 25. Minute tauchten die Burger erstmals vor dem Tura-Gehäuse gefährlich auf.
Nach einer gekonnten Klein-Flanke versuchte Mirco Boltjes mit einem Seitfallzieher sein Glück, doch Tura-Torwart Petka ließ sich nicht überlisten, wie auch sechs Minuten später - als nach der Doppel-Kombination über Yasin Caliscan und Mirco Boltjes Manfred Klein aus vier Metern scheiterte.
Erfolgreicher war dann Mirko Heyne. Zwar wehrte der Tura-Schlussmann  Petka seinen Foulelfmeter zuerst noch ab (40.), doch im zweiten Versuch traf er zum 1:1 in die Maschen. Nach dem Wechsel schnürte Burg den Hausherrn 20 Minuten in die eigene Hälfte ein, ohne aber ein weiteres Mal jubeln zu können. So scheiterte nach einer Caliskan-Flanke Mirco Boltjes aussichtsreich (58.). Ein erneuter Foulelfmeter (Björn Reschke: "Zu unrecht gepfiffen",) führte dann in der 76. Minute zum 2:1 für Tura Bremen. Als die Nordbremer alles riskierten, sorgte der Gastgeber sieben Minuten vor dem Abpfiff mit einem unhaltbaren 25-Meter-Distanzschuss für die Entscheidung.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Schade (Ceylan/85.), S.Özbek, Aridir, Francis, Dirks, Miri (Bonanni/65.), Müller, Berlips (C.Özbek/71.)

Tore: 1:0 Miri (7.), 1:1 (40.), 2:1 Dirks (72.), 3:1 S.Özbek (85.)


SC Lehe-Spaden - TURA Bremen   1:2

Tura dominiert Lehe-Spaden klar - 2:1 
 
Bremen. Zu einer klaren Angelegenheit wurde der Auftritt der Landesliga-Fußballer von Tura Bremen beim SC Lehe-Spaden. Dabei spiegelt der 2:1 (0:0)-Endstand die Überlegenheit der Gröpelinger kaum wider. Tura-Trainer Andreas Zimmermann war zufrieden, monierte lediglich die zu geringe Chancenausbeute.
Tura begann zwar auch in der ersten Hälfte druckvoll und hätte nach Chancen von Bonanni, Durlach und Francis durchaus schon mit 5:0 führen können. Doch erst nach der Pause boten die Bremer dabei auch "ordentlichen Fußball", sagte Trainer Andreas Zimmermann. Und der wurde auch belohnt. Ausschlaggebend für den verdienten Dreier war ein Doppelschlag von Torjäger Dominique Bonanni. In der 50. Minute fing Michael Dirks den Ball ab, spielte Bonanni optimal in den Lauf und der bedankte sich mit dem 1:0. 18 Minuten später nahezu die gleiche Entstehung. Diesmal war es Tobias Durlach, der Bonanni die Linie entlang schickte und der mit dem 2:0 abschloss. Kribbelig wurde es für die Turaner lediglich in den letzten zwei Minuten, nachdem Oleg Naumov durch eine Unachtsamkeit der Anschlusstreffer gelungen war.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Schade (Richter/57.), Avdiji, Aridir, Francis, Dirks, Müller, Bonanni (Miri/78.), Berlips

Tore: 0:1 Bonanni (50.), 0:2 Bonanni (68.), 1:2 (90.)


TURA Bremen - SC Borgfeld   3:2

Durlach Held der 90. Minute
Turaner schießt seine Elf mit dem Abpfiff zum 3:2 gegen SC Borgfeld 
 
Bremen. In der Nachspielzeit flog ein letzter Ball in den Strafraum der Gäste. Tobias Durlach, Mittelfeldspieler von Tura Bremen, war zur Stelle und netzte zum 3:2 (1:0)-Sieg seiner Elf in der Fußball-Landesliga über den SC Borgfeld ein. Es war die letzte Aktion des Spiels, die drei Punkte gingen auf das Konto der Gröpelinger.
"Tobias ist mittlerweile so etwas wie unser Held der 90. Minute", sagte Tura-Coach Andreas Zimmermann. Bereits in der Partie gegen die SV Hemelingen sicherte er seiner Elf mit dem Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit den Dreier. Nun schlug er wieder zu.
Dass es überhaupt eines späten Treffers für einen Sieg bedurfte, hatte sich die Zimmermann-Elf selbst zuzuschreiben. "In der ersten Halbzeit hatten wir die Partie voll im Griff", sagte Zimmermann. Als der Schiedsrichter zur Pause pfiff, führten die Turaner durch ein Tor von Nuredin Avdiji aus der 22. Minute mit 1:0. Dann allerdings kamen die Gäste vom SC Borgfeld besser in die Partie. Nach einer Flanke von Eugen Heinz besorgte Florian Meyer mit dem Hinterkopf den 1:1-Ausgleich (65.), eine Minute später brachte Dominique Bonanni die Hausherren wieder in in Führung. Die Borgfelder glichen allerdings erneut aus. Marcus Reimuth, in der 28. Minute für den verletzt ausgeschiedenen Christian Ulm in die Partie gekommen, jagte die Kugel nach Vorarbeit von Sönke Blanke aus der Drehung zum 2:2 in den Winkel (71.).
Zum Punkterfolg sollte es für den SC dennoch nicht reichen. Nachdem Turas eingewechselter Sebastian Schade völlig freistehend in der 74. Minute eine Riesenchance vergab und Marcus Reimuth auf der Gegenseite am Innenpfosten des Turaner Gehäuses scheiterte (77.), folgte der Auftritt von Tobias Durlach. "Tura hatte mit dem späten Treffer zum 3:2 ein Schweine-Glück", sagte Borgfelds Trainer Kristian Arambasic. "Dieses Tor hat uns das Genick gebrochen. Nun stehen wir wieder mit leeren Händen da."

Borgfelds Hoffnungen zerschellen am Gröpelinger Aluminium

Arambasic-Elf kämpft sich nach einer schwachen ersten Halbzeit zurück ins Spiel und verliert bei Tura in der letzten Sekunde mit 2:3 
 
Borgfeld. Das war mehr als bitter. Da hat der SC Borgfeld in der Fußball-Landesliga Bremen den Punktgewinn beim favorisierten Tura Bremen ganz dicht vor Augen, und am Ende steht die Mannschaft doch mit leeren Händen da. Die Turaner trafen mit dem letzten Angriff zum 3:2, der Schiedsrichter pfiff die Begegnung gar nicht wieder an. "Meine Leute waren nach diesem Spielverlauf natürlich völlig am Boden zerstört", sagte Trainer Kristian Aramabasic nach der dramatischen Schlussphase.
Dabei hatte der SC Borgfeld nach einer schwächeren ersten Halbzeit und einem verdienten Rückstand zurück in die Partie gefunden. Während die Gäste vor der Pause noch reichlich neben sich standen, setzten sie nach dem Wechsel auf den bewährten Kampf und Einsatz. Mit Erfolg - nach einer Stunde traf Florian Meyer mit einem Kopfball nach Flanke von Eugen Heinz zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Und auch auf die neuerliche Führung der Gröpelinger hatte der SC Borgfeld eine Antwort. Nach Vorarbeit von Sönke Blanke nahm Marcus Reimuth im Strafraum den Ball an, drehte sich und traf in der 71. Minute zum 2:2 in den Winkel.
Die Niederlage der Mannschaft um Jens Ahlers war am Ende umso ärgerlicher, weil der Pfosten die mögliche SC-Führung verhinderte. Als Marcus Reimuth einmal mehr abzog, sprang der Ball vom Aluminium der Turaner wieder ins Feld. "Da waren noch gut zehn Minuten zu spielen, und das wäre es vermutlich für uns gewesen", trauerte Kristian Arambasic der vergebenen Chance nach. Aber selbst ein Punktgewinn blieb dem wacker kämpfenden Gast versagt. In der Schlussminute traf Turas Tobias Durlach nach einer Hereingabe aus fünf Metern zum 3:2. "Das war der Todesstoß", fasste Borgfelds Trainer zusammen.
Mit der neuerlichen Niederlage sind die Borgfelder endgültig im unteren Mittelfeld der Tabelle angekommen.

TURA: Petka, Sun (Miri/80.), Durlach, Avdiji, S.Özbek, Aridir, Francis, Dirks (Schade/57.), Müller, Bonanni, Berlips

Tore: 1:0 Avdiji (22.), 1:1 (62.), 2:1 Bonanni (64.), 2:2 (69.), 3:2 Durlach (90.+2)


Leher TS - TURA Bremen   1:1

Abschlussschwäche hält sich hartnäckig
Tura kommt über mageres 1:1 bei LTS Bremerhaven nicht hinaus 
 
Bremen. Es bleibt dabei, die Landesliga-Fußballer von Tura Bremen leiden weiter unter ihrer Abschlussschwäche. Trotz zahlreicher Chancen kam die Elf von Trainer Andreas Zimmermann bei LTS Bremerhaven nicht über ein mageres 1:1 (0:0) hinaus. "Das ist wirklich ärgerlich. Wir lassen einfach zu viele Chancen aus. Dabei wäre ein Dreier angesichts des deutlichen Weyher Sieges über Vatan schon sehr gut gewesen", sagte Andreas Zimmermann. Sein Gegenüber Manfred Brunckhorst sprach dagegen von "einem Unentschieden, das letztlich in Ordnung geht". In einem von beiden Seiten offensiv geführten Spiel sah Zimmermann seine Mannschaft klar in der dominierenden Rolle. Doch die guten Möglichkeiten, die sich unter anderem Dominique Bonanni, Tobias Durlach oder Tobias Richter in schöner Regelmäßigkeit erspielten, wurden reihenweise vergeben.
So kam nach dem torlosen Pausenzwischenstand, was kommen musste - die Gastgeber gingen nach einer Unaufmerksamkeit in Führung. Vitali Steigert besorgte in der 65. Minute die LTS-Führung. Es dauerte allerdings gerade einmal zehn Minuten, da hatten die Gröpelinger endlich einmal aus ihren Möglichkeiten Kapital geschlagen und glichen verdient aus. Tobias Durlach reagierte nach einem langen Ball und folgendem Gewühl im LTS-Strafraum am schnellsten und schob zum 1:1 ein.
Insgesamt musste sich Andreas Zimmermann mit dem einen Punkt begnügen. Zufrieden war er mit seiner Mannschaft ohnehin und stellte Sun sowie Francis in Sachen Beweglichkeit und kämpferischen Einsatzes Bestnoten aus. Nur das i-Tüpfelchen in Form von Toren fehlte nun einmal. "Aber an diesem Manko, das uns jetzt schon einige Wochen begleitet, werden wir arbeiten müssen", sagte Zimmermann.

Keeper Theulieres glänzt

LTS-Trainer Werner Brickwedel sprach nach der Partie von einem gerechten Remis, auch wenn der auffälligste Spieler der Gäste, Durlach, in der Nachspielzeit noch das 2:1 für die Bremer auf dem Fuß hatte. Aber auch Szczygiel vergab fünf Minuten vor Ende noch die große Möglichkeit zum Siegtreffer. Vor der Pause sahen die Zuschauer Neuzugang Alperen Kuzu vom FC Bremerhaven, der sich gut im LTS-Team einfügte. Sein erster Arbeitstag für die Leher war nach 62 Minuten beendet, dann kam Aldag. LTS-Keeper Theulieres zeigte seine ganze Klasse, als der Youngster zwei Mal Kopfbälle von Tobias Durlach und Cengiz Özbek aus kurzer Distanz aus dem Winkel boxte und das torlose Remis zur Halbzeit festhielt. Dann schoss Steigert die Seestädter mit 1:0 in Führung (64.), als sich Szczygiel prima auf dem Flügel durchsetzen konnte und dann flach auf den LTS-Angreifer flankte. Danach schnürte TuRa die Leher ein und wurde dafür zehn Minuten vor Abpfiff belohnt. Nach einem Freistoß sandte Durlach das Leder aus kurzer Entfernung zum 1:1-Endstand über die Linie.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Avdiji, Henke, Aridir (Cengiz/73.), Francis, Richter (S.Özbek/66.), Dirks, C.Özbek, Bonanni

Tore: 1:0 (64.), 1:1 Durlach (78.)


SC Weyhe - TURA Bremen   0:0

Torloses Remis für Tura ein Erfolgserlebnis
Zimmermann-Elf entführt Punkt aus Weyhe / Einige Chancen zum Sieg vergeben 
 
Bremen. Zwar war es kein Sieg, ein Erfolgserlebnis war das 0:0 in der Fußball-Landesliga von Tura Bremen beim bis dahin drittplatzierten SC Weyhe dennoch. "Wenn man aus Weyhe ein Unentschieden mitnimmt, dann kann man eigentlich zufrieden sein", nickte auch Tura-Coach Andreas Zimmermann.
Und eigentlich war der Trainer auch zufrieden. Wären da nicht die vielen vergebenen Torchancen seiner Elf besonders im ersten Durchgang gewesen. Zwischen der 27. Minute und dem Halbzeitpfiff trugen die Gäste gleich drei, so Zimmermann, "schulmäßige Angriffe" vor. Doch Sinan Özbek (27.) sowie seine Kollegen Nuredin Avdiji (32.) und Tobias Durlach (42.) vergaben nacheinander. "Da haben wir wirklich super gekontert. Gerade in dieser Phase hatten wir die Partie im Griff", sagte Andreas Zimmermann. Nur das Tor wollte auch bis zum Schluss nicht fallen.
Auf der anderen Seite machten aber auch die Gastgeber nur wenige Anstalten, ein Tor zu erzielen. Ein Schuss an das Außennetz und "ansonsten viele lange Bälle" (Zimmermann) - das war's dann auch mit der offensiven Weyher Herrlichkeit.
"Es ist wichtig, dass wir den Anschluss nach oben nicht verloren haben", resümierte Zimmermann. Nach der Niederlage von Eiche Horn und dem Remis des 1. FC Burg verpassten es die Gröpelinger aber auch zugleich, Boden auf die weiterhin anvisierten Aufstiegsränge gutzumachen. Nach dem eher ernüchternden Saisonstart stand am Sonntag nach dem Spiel aber erst einmal das positive Gefühl des ergatterten Auswärtspunktes beim Aufstiegskonkurrenten im Fokus.

Der Schwung aus der Vorwoche ist dahin
SCW gegen Tura endet torlos 
 
Weyhe. Der SC Weyhe konnte den Schwung aus dem 4:1-Erfolg beim Tabellenführer KSV Vatan Spor nicht mit über die Woche nehmen und erreichte in der Fußball-Landesliga gegen den Siebten Tura Bremen nur ein 0:0.
Die Begegnung begann sehr zerfahren, beide Teams leisteten sich schnelle Ballverluste. Beim SCW war sehr wenig Bewegung zu erkennen, dementsprechend gab es kaum Anspielmöglichkeiten. Nachdem Tura zweimal gefährlich vor Weyhes Schlussmann Daniel Denter aufgetaucht war (11./12.), kam der Gastgeber durch Phil Maaß zu seiner ersten Torchance. Im letzten Moment klärte ein Bremer Abwehrbein den Schuss noch zur Ecke (13.). Doch wer jetzt an weitere Weyher Möglichkeiten im Minutentakt dachte, sah sich getäuscht. Denter rettete gegen Francis (15.) und zweimal gegen Avdiji (17./22.). Stephan Joho platzte an der Seitenlinie nun der Kragen. "Ihr seid nicht wach, Leute. Spielt die Bälle klarer in die Spitze", forderte er von seinen Akteuren. Die Ansage zeigte allerdings wenig Wirkung. Nur Alexis Pflug besaß eine weitere Tormöglichkeit, der Abschluss war allerdings harmlos.
So setzte Tura immer wieder kleine Nadelstiche und war mit Avdiji und Francis vor allem durch Konter gefährlich: Weyhes Ecevit Palmanak entschärfte eine Hereingabe vor dem einschussbereiten Avdiji (35.). Den vorläufigen Tiefpunkt der ersten Halbzeit stellte ein falscher Einwurf von SCW-Akteur Phil Maaß dar (41.), den Joho mit einem "das kann doch nicht wahr sein" kommentierte. Dem Tiefpunkt folgte allerdings die größte Weyher Chance im ersten Abschnitt. Gerrit Privenau tauchte nach schönem Zuspiel von Alexis Pflug alleine vor Torwart Knuth Meyer auf, schob den Ball aber am kurzen Pfosten vorbei (44.). Es folgte noch ein Kopfball von Ingvar Jansen, den der Tura-Keeper aber festhalten konnte (45.). So ging es torlos in die Pause.
Aus dieser kam der SCW aber nicht unbedingt verbessert hervor und gewährte Francis erneut zu viel Raum, der den Ball knapp neben den Pfosten platzierte (53.). "Ihr seid zu passiv. Spielt einfache Bälle, nicht immer klein, klein", rief Joho seiner Truppe zu.
Nach einem Missverständnis in der SCW-Defensive konnte Daniel Tietjen den Schuss von Tarek Miri gerade noch abblocken (58.). Zehn Minuten später wären die Hausherren dann fast in Führung gegangen, aber die sich senkende Flanke von Gerrit Privenau fiel nur auf die Latte. Die letzte Möglichkeit für die Gäste besaß der aktive Stürmer Nuredin Avdiji, der den Ball von der Strafraumgrenze nur knapp über das Tor zog (80.). Der SC Weyhe riskierte nicht mehr allzu viel, und so trennten sich beide Teams am Ende leistungsgerecht mit einem Remis.

TURA: Meyer, Sun, Durlach, Avdiji, S.Özbek, Henke (Cengiz/46.), Aridir, Francis (Schade/85.), Dirks, C.Özbek, Miri

Tore: Fehlanzeige


TURA Bremen - ATSV Sebaldsbrück   3:0

Kein guter Tag für Sebaldsbrück
Spiel und Tabellenführung verloren / Bonanni bereitet alle drei Tura-Treffer vor 
 
Gröpelingen. Cengiz Cakir hatte in den letzten Minuten kein rechtes Interesse mehr am Geschehen auf dem Rasen. Das lag auch daran, dass der Trainer des ATSV Sebaldsbrück im Spiel der Fußball-Landesliga bei Tura Bremen in der 79. Minute wegen zu heftigen Meckerns von Schiedsrichter Ingo B. von der Gröpelinger Anlage verwiesen worden war. Das lag aber mehr noch daran, dass die Leistung seiner Mannschaft bei der 0:3 (0:2)-Niederlage alles andere als gut anzusehen war.
Es war kein guter Tag für den ATSV Sebaldsbrück, der am vergangenen Spieltag gerade erst an die Spitze gestürmt war. "Wir sind mit dieser neuen Situation nicht so zurechtgekommen", analysierte Cengiz Cakir hinterher den Auftritt seiner Mannschaft. Eigentlich hatte seine Elf in einer ohnehin schwachen Landesliga-Partie mehr Spielanteile, allerdings machte sie nichts daraus. "Wir waren nicht abgezockt genug. Und auch körperlich konnten wir nicht dagegenhalten", urteilte der ATSV-Trainer.
Viel besser sah das über weite Strecken auch bei den Turanern nicht aus. Dafür hatte die Truppe von Trainer Andreas Zimmermann aber einen an diesem Tag bärenstarken Dominique Bonanni in seinen Reihen. Der wuchtig-schnelle Stürmer bereitete alle drei Treffer vor und avancierte so zum Matchwinner. Zum ersten Mal fand ein Bonanni-Assist in der 32. Minute einen Abnehmer. Cengiz Özbek brauchte freistehend nur noch einzuschieben und besorgte das 1:0. Bei der zweiten Vorarbeit Bonannis half auch Gäste-Torwart Mathias Koger kräftig mit. Er senste den Stürmer im Strafraum um, wofür der Keeper die Gelbe Karte bekam und Tura einen Elfmeter. Kapitän Michael Dirks drosch das Leder unhaltbar zum 2:0 unter die Latte (45.).
Michael Dirks war an diesem Nachmittag der zweite Matchwinner im Tura-Trikot. Wenn es gegen den ATSV Sebaldsbrück doch einmal brenzlig wurde, war der Libero dank seiner Übersicht und Routine stets zur Stelle. "Bonanni und Dirks haben eine tolle Partie abgeliefert", lobte Trainer Zimmermann. Was folgte, war der dritte Streich von Bonanni. Der war der Sebaldsbrücker Abwehr einmal mehr auf der linken Seite entwischt und hatte den Ball mustergültig aufgelegt, so dass Jude Francis keine Mühe hatte, den Treffer zum 3:0-Endstand zu erzielen.
Tura ist nun wieder mitten unter den Spitzenteams der Liga. Die Sebaldsbrücker hingegen, die Chancen zum Anschlusstreffer durch Ingo Schilling (49.), Simon Cakir (60./72.) und David Airich (68.) vergaben, mussten Platz eins wieder räumen. "Trotzdem ist der bisherige Saisonverlauf ein riesiger Erfolg für uns", stellte Cengiz Cakir klar, als ihm nach dem Schlusspfiff auch seine Spieler in Richtung Kabine folgten.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Avdiji (Henke/79.), S.Özbek (Schade/55.), Aridir, Francis, Dirks, C.Özbek, Müller, Bonanni

Tore: 1:0 C.Özbek (32.), 2:0 Dirks (45.), 3:0 Francis (59.)
Dominique Bonanni (links) bereitete alle drei Tura-Tore vor. In dieser Szene störte Sebaldsbrücks Randolph Liebschwager allerdings rechtzeitig.


FT Geestemünde - TURA Bremen   2:3

Tura hält Kontakt zur Tabellenspitze 
 
Gröpelingen. Tura Bremen bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Fußball-Landesliga: Beim FT Geestemünde traten die Gröpelinger zwar nicht wie eine Spitzenmannschaft auf, gewannen aber dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit noch mit 3:2 (0:1). "Die erste Hälfte war richtig schlecht von uns", kommentierte Tura-Trainer Andreas Zimmermann. "Nach dem Wechsel haben wir aber zumindest gekämpft, Gegenwehr geleistet und den Boden umgepflügt. Deshalb geht der Sieg am Ende auch in Ordnung." Im ersten Abschnitt nahm Tura indes gar nicht am Spiel teil. Offensivaktionen der Gäste waren Mangelware, Geestemünde hatte das Geschehen auf dem seifigen Platz im Griff. Folgerichtig ging die Heimelf auch durch Bastian Specketer in Führung (25.). Der Ausgleich ließ bis zur 60. Minute auf sich warten, dann verwandelte Michael Dirks einen an Dominique Bonanni verursachten Foulelfmeter. Und es kam noch besser für die nun wesentlich leidenschaftlicher und engagierter agierenden Turaner: Der eingewechselte Tarek Miri und Sinan Özbek mit feiner Einzelleistung brachten den Gast mit 3:1 in Front. Der Geestemünder Anschluss durch Eduard Kimmel fiel erst in der Nachspielzeit.
"Neben dem Kampfgeist sind die drei Punkte das einzig Positive", sagte Zimmermann, während sich sein Trainerkollege Michael Grelts über "eine unnötige Niederlage" ärgerte. Bitter überdies für den Gastgeber: Chris Krüger, gerade erst eine Minute auf dem Platz, brach sich bei einer Grätsche gegen Ron Henke das Wadenbein und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Avdiji (Miri/60.), S.Özbek, Aridir (Henke/46.), Francis, Dirks, Müller, Bonanni, Berlips (Cengiz/73.)

Tore: 1:0 (25.), 1:1 Dirks (60.), 1:2 Miri (70.), 1:3 S.Özbek (81.)


TURA Bremen - SG Marßel   6:3

Bei aller Freude auch Grund zur Kritik 
 
Gröpelingen. Die Landesliga-Fußballer von Tura Bremen haben momentan allen Grund zur Freude. Mit dem 6:3 (3:0)-Sieg gegen SG Marßel rückten sie in der Tabelle auf Platz drei vor und liegen nur zwei Punkte hinter dem Zweiten 1. FC Burg. Neun Spiele ist Tura nun schon ungeschlagen.
Das Team von Andreas Zimmermann hat einen Lauf. Trotzdem ärgerten den Trainer die drei Gegentore. "Das sind zu viele. Wir hätten hier was für das Torverhältnis machen können, aber das Abwehrverhalten war in den letzten 20 Minuten katastrophal." In ernsthafte Bedrängnis kam Tura aber nicht mehr, auch weil Torwart Axel Petka einen Foulelfmeter entschärfen konnte (80.). "Die Konzentration war nicht mehr da, wir sind nicht mehr bissig genug in die Zweikämpfe gegangen", erklärte Zimmermann den Einbruch seiner Spieler.
Besonderes Lob hingegen erhielt Jude Francis, der an fünf von den sechs Toren direkt beteiligt war. Vier hat er vorbereitet und eines durch eine starke Einzelaktion selbst geschossen (38.). Der 24-Jährige war von der Marßeler Abwehr nicht zu stoppen. Er hat den Unterschied gemacht und sorgte dafür, dass Tura über die rechte Seite immer wieder gefährlich war.
"Wir haben über außen schön nach vorne und teilweise richtig guten Fußball gespielt", freute sich Zimmermann über die offensiven Fähigkeiten seiner Spieler. "So können wir weiter machen."
 
In Unterzahl schießt Marßel gegen Tura noch zwei Tore
Plikat-Mannen können dennoch 3:6-Niederlage nicht verhindern 
 
Marßel. Landesligacoach Torsten Plikat ist nicht zu beneiden. Personell schon arg gebeutelt, mussten die Marßeler Kicker bei der 3:6 (0:3)-Auswärtsniederlage gegen Tura Bremen nicht nur die Verletzungen von Daniel Recker (Wade) und Markus Wagengut (Oberschenkel) hinnehmen, sondern auch noch die Gelb-Rote Karte von Tunahan Ekiz in der 68. Minute. "So muss ich den Hut vor Horst Diessel und Marius Engelhardt ziehen. Horst spielte trotz einer Zerrung mit und Marius verletzte sich bereits in der Anfangsphase am Finger. Des weiteren ragte noch Ismail Akyildiz heraus", meinte Marßels Coach Torsten Plikat. Bereits in der fünften Minute ging der starke Gastgeber mit 1:0 in Führung. Von diesem Rückstand hatten sich die Nordbremer gerade so erholt, da stand es schon 2:0 für Tura Bremen (17.). Die erste SGM-Möglichkeit erspielte sich Damiao Hiandi, doch mit dem Außenriss verzog er ganz knapp (35.). Wie man es macht, zeigten zwei Minuten später die Turaner, als sie auf 3:0 erhöhten. Nach dem Wechsel setzte sich der SGM-Routinier Horst Diessel gekonnt auf der linken Seite durch und bediente Christopher Göllner maßgerecht, der keine große Mühe hatte, auf 1:3 zu verkürzen (60.). Kurz danach startete sein Teamkollege Dennis Hutengs ein sehenswertes Solo, doch seinen Schuss mit der Pike wehrte der Tura-Schlussmann ab (62.).
Nach dem 1:4 (64.) hatte auch der SGM-Spieler Ismail Akyildiz per Kopf, nach Flanke von Peter Thelen, kein Glück (68.). "Das 5:1 war dann ein Abseitstor und vor dem 6:1 wurde Dennis Hutengs weggezogen", beklagte sich SGM-Trainer Torsten Plikat über diese Gegentreffer. Letztlich gestaltete der Gast das Ergebnis dann noch etwas freundlicher. Nach jeweiliger Vorarbeit von Ismail Akyildiz traf Peter Thelen zwei Mal ins Schwarze (75., 89.). In der 86. Minute verschoss zudem noch Akyildiz einen Foulelfmeter. "Der Gegner war uns im spielerischen und läuferischen Bereich überlegen, und so kassierten wir eine verdiente Niederlage. Tura ist auf einem Level mit dem Spitzenteam 1. FC Burg", ergänzte Torsten Plikat.

TURA: Petka, Sun, Durlach (Miri/62.), Schade (Richter/46.), S.Özbek (Cengiz/62.), Henke, Francis, Dirks, T.Özbek, Bonanni, Berlips

Tore: 1:0 Durlach (5.), 2:0 Durlach (18.), 3:0 Francis (38.), 3:1 (58.), 4:1 Bonanni (60.), 5:1 Richter (70.), 6:1 Bonanni (73.), 6:2 (76.), 6:3 (84.)
Turas Ziwar Sun (links) im Vormarsch.


Sparta Bremerhaven - TURA Bremen   5:1

Tura enttäuscht bei SC Sparta 
 
Bremen. "Denk ich an Sparta in der Nacht...": Für Andreas Zimmermann ist es auf jeden Fall ein Albtraum. Schon im letzten Jahr kassierten die Bremer in Bremerhaven eine Abfuhr - 1:4. Gestern klingelte es noch einmal mehr. Am Ende hieß es 5:1 für die Gastgeber. Danach war Turas Coach restlos bedient. "Das war eine katastrophale Leistung meiner Mannschaft", schimpfte er. "Unser Defensivverhalten hat die Note 6 verdient." Einzig seinen Torhüter Axel Petka nahm Andreas Zimmermann von seiner Kritik aus. "Wenn unser Torhüter nicht einige Male glänzend pariert hätte, wäre das Ergebnis noch höher ausgefallen. Der Sieg geht für Sparta auch in dieser Höhe in Ordnung." Dabei sah es für Tura eine Halbzeit gar nicht so schlecht aus. Mit 0:1 ging es in die Pause. Göbel hatte in der 20. Minute Sparta in Führung gebracht. Doch mehr ließen die Gäste zunächst nicht zu. Als aber Utwich in der 47. Minute auf 2:0 erhöhte, brachen bei Tura alle Dämme. Erneut Göbel (59.) und Utwich (62.) erhöhten auf 4:0. Bonanni (69.) konnte zwar noch auf 1:4 verkürzen, doch zehn Minuten vor dem Abpfiff stellte da Silva Esteves den Endstand her.
Während die Turaner mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, feierten die Hausherren ihren ersten Heimsieg der Saison. "Ich hoffe, jetzt ist der Knoten bei uns geplatzt", freute sich Spartas Coach Wolfgang Otto und fügte hinzu: "Tura hat mich enttäuscht." Nicht nur ihn.

TURA: Petka, Sun, Durlach, Schade (Richter/71.), Henke (Bonanni/46.), Aridir, Francis, Miri, T.Özbek, Müller, Berlips (C.Özbek/46.)

Tore: 1:0 (30.), 2:0 (47.), 3:0 (59.), 4:0 (62.), 4:1 Bonanni (69.), 5:1 (80.)


TURA Bremen - TV Eiche Horn   3:1

Tura mit dem Quäntchen Glück
Spiel zweier gleichwertiger Teams gegen TV Eiche durch späte Tore 3:1 gewonnen 
 
Gröpelingen. Es sagte Trainer Marcus Mahnken vom TV Eiche Horn nach dem Schlusspfiff zu seinem Kollegen Andreas Zimmermann von Tura: "Da habt ihr aber Glück gehabt, dieses Mal." Zimmermann nickte zögerlich. Er wusste, dass an den Worten ein Fünkchen Wahrheit dran war, obwohl seine Mannschaft das Heimspiel der Fußball-Landesliga vom Ergebnis deutlich mit 3:1 (0:0) gewonnen hatte. Denn Tura Bremen und TV Eiche Horn begegneten sich in dieser vom Kampf betonten, aber fairen Partie auf Augenhöhe. "Das war ein klasse Spiel, bedingt durch den Kunstrasen, der den Ball richtig schnell macht", sagte Zimmermann. Kunstrasen, dazu auch noch klitschnass. Nicht jede Mannschaft findet sich sofort auf so einem Geläuf zurecht. Tura und Eiche hatten damit keine Probleme. Beide Teams agierten von Beginn an aus einer sicheren Defensive, bemüht um Ballkontrolle. Eiche wusste das gewohnte Offensivspiel von Tura durch Pressing zu unterbinden. Und Tura verstand es, keine gefährlichen Konter zuzulassen.
Das Beschnuppern hatte jedoch in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte ein Ende. Es war die Zeit der Torhüter. Zunächst entschärfte Eiche-Keeper Moritz Quandt einen Fernschuss von Timo Seefeldt (35.). Drei Minuten später reagierte sein Gegenüber Axel Petka grandios, als Markus Seeseke völlig frei vor ihm auftauchte. In der 41. Minute war Petka gleich doppelt gefordert, durch einen Fernschuss von Benjamin Brandes und den Nachschuss von Christian Quell. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff tauchte Quandt blitzschnell ab und lenkte so einen Flachschuss von Sinan Özbek zur Ecke.
Die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit drückte Tura die Gäste in deren Hälfte und kam nach einem Freistoß durch ein Kopfballtor vom Hünen Sinan Özbek (60.) zum 1:0. Gerade durch Standards war Tura nun gefährlich. Doch Tobias Durlach scheiterte mit dem Kopf (68.). Die letzte Konsequenz fehlte, und die Kicker aus Horn fanden durch Kampf zurück in die Partie. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Einstellung stimmte", sagte Eiche-Coach Marcus Mahnken. Und doch ärgerte ihn die mangelnde Chancenverwertung: "Wenn man die Chancen nicht reinmacht, kann man nicht gewinnen."
Sein Team machte die letzten 20 Minuten das Spiel. Der gerechte Lohn, der Ausgleich, fiel nach einem von Markus Seeseke getretenen Freistoß, den Tobias Durlach per Kopf ins eigene Tor verlängerte (80.). Doch inmitten der Drangphase von Eiche nutzte Tura-Kapitän Michael Dirks einen Konter eiskalt zum 2:1 (88.). Zwei Minuten später markierte Jude Francis das 3:1. "Wir waren im Abschluss cleverer", erklärte Tura-Trainer Zimmermann den Ausgang der Partie. "Ich bin sehr erleichtert. So halten wir Eiche auf Distanz, und die oben laufen nicht weg."

TURA: Petka, Durlach, S.Özbek, Henke, Francis, Richter (Berlips/78.), Dirks, C.Özbek, Seefeldt (Miri/85.), Müller, Cengiz (Avdiji/60.)

Tore: 1:0 S.Özbek (60.), 1:1 Durlach/Eigentor (81.), 2:1 Dirks (88.), 3:1 Francis (90.+1)
Joo-Han Hwang (links) vom TV Eiche Horn hat abgezogen, Turas Tobias Durlach kommt zu spät, um den Torschuss noch zu verhindern.


SC Vahr-Blockdiek - TURA Bremen   1:3

Sechster Platzverweis in Folge
Der SC Vahr Blockdiek verliert 1:3 gegen Tura und sieht einmal mehr die rote Karte 
 
Bremen. Sie waren ganz kurz davor, ihre unrühmliche Serie zu brechen. Nur wenige Augenblicke fehlten und der SC Vahr Blockdiek wäre nach zuvor fünf Platzverweisen in Folge ausnahmsweise einmal mit allen elf Spielern vom Platz getrottet. Dann aber kam der Auftritt von Siapanika Siatwinda, der mit seiner roten Karte in der Nachspielzeit den unschönen Schlusspunkt hinter die 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen Tura Bremen setzte.
Sekunden bevor Schiedsrichter Jacob Schuster abpfiff, trat Vahrs Siapanika Siatwinda in einem harmlosen Zweikampf gegen Turas Tarek Miri nach, flog folgerichtig mit Rot vom Platz und löste dadurch ein lebendiges Gerangel unter den restlichen Spielern aus. "Zum Schluss wurde es noch einmal hektisch. Glücklicherweise sind unsere Spieler ruhig geblieben", war Tura-Coach Andreas Zimmermann erleichtert.
Sein Pendant Abdul Olatunji hingegen war enttäuscht, auch von der wenig vorhandenen Disziplin seiner Mannschaft. "Immerhin lerne ich durch diese Aktionen meine Spieler erst richtig kennen. Im Sommer musste ich ja noch aufgrund unserer Personalnot jeden im Team aufnehmen, der zu uns kam. Ab der Winterpause braucht manch einer aber nicht wiederkommen", drohte der Coach mit Konsequenzen. Nachdem Alptug Caglar bis zum 17. März 2010 gesperrt wurde und auch Yasin Ünsal noch seine Sperre absitzen muss, gehen Olatunji so langsam aber sicher die Spieler aus.
Der Tag fing ohnehin nicht gut an für die Hausherren. Nach dem witterungsbedingten Ausweichen auf den Schwachhauser Kunstrasenplatz, wurde die Partie um ein Haar gar nicht erst angepfiffen. Erst in letzter Minute wurde der elektronische Spielberichtsbogen per Moped vom Vereinsbetreuer geliefert. Als die Partie mit zwanzigminütiger Verspätung dann doch gestartet wurde, führten die Gäste nach einem Tor von Timo Seefeldt bereits nach fünf Minuten mit 1:0. "Eigentlich haben wir einen optimalen Start erwischt", meinte auch Andreas Zimmermann. Statt weiter Druck aufs Tor der Hausherren auszuüben, schalteten die Gäste einen Gang zurück und kassierten durch einen direkt verwandelten Freistoß von Konstantin Gensa den Ausgleich. (16.) Es war dann vor allem die zweite Halbzeit, die den späteren Rotsünder Siatwinda so ärgerlich machte. Denn lange Zeit roch es tatsächlich nach einem Punktgewinn des SC Vahr Blockdiek. Die anstürmenden Turaner vergaben gegen die auf Konter lauernden Gastgeber auch die besten Chancen wie etwa durch Tobias Durlach (57.), Daniel Müller (62.), Sinan Özbek (64.) oder Timo Seefeldt (71.). "Wir hatten natürlich die Befürchtung, dass uns die Zeit wegläuft", sagte Zimmermann. Erlöst wurden die Turaner schließlich in der 83. Minute von Tobias Richter, der zum 2:1 traf. Nur drei Minuten später machte Abwehrroutinier Michael Dirks mit einem trockenen Schuss ins linke Eck zum 3:1-Endstand alles klar.

TURA: Meyer, Durlach, Avdiji (Schade/65.), S.Özbek, Henke, Francis, Richter (T.Özbek/86.), Dirks, Seefeldt (Miri/74.), Müller, Berlips

Tore: 0:1 Seefeldt (4.) 1:1 (22.), 1:2 Richter (85.), 1:3 Dirks (89.)
Ein Eckpfeiler des Erfolges: Michael Dirks (Mitte) gehörte in der Partie beim SC Vahr-Blockdiek zu den auffälligen Akteuren im Tura-Dress und sorgte
mit dem Tor zum 3:1-Endstand für die Entscheidung.
Bewahrte seine Elf vor einer deutlicheren Niederlage: Vahrs Keeper Oliver Müller, der hier vor Turas Tobias Durlach an den Ball kommt.
Turas Timo Seefeldt sorgte für eine frühe Führung.


KSV Vatan Spor - TURA Bremen   1:5

Für Tura geht's jetzt richtig los
Als Gast im eigenen Stadion 5:1-Sieger gegen Vatan / Aufstiegsplätze in Reichweite

Gröpelingen. Es stand für Tura Bremen einiges auf dem Spiel. Nicht nur, weil sich der Fußball-Landesligist für die 2:4-Hinrundenniederlage gegen den KSV Vatan Sport revanchieren wollte. Die Neuauflage des Gröpelinger Platzderbys war gleichzeitig als richtungsweisend zu betrachten. "Wir wussten, dass wir mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorne machen können", erklärte Tura-Coach Andreas Zimmermann, dessen Team die Gunst der Stunde dann auch prompt nutzte. 5:1 (3:0) hieß es am Ende eines einseitigen Derbys.
Der Abstand auf die Aufstiegsplätze bleibt nach dem 3:0-Erfolg des FC Burg gegen den SC Weyhe zwar unverändert bei drei Punkten, aber im Gegensatz zu vorher, wo man sich eher auf den Zweitplatzierten FC Burg fokussierte, besteht nun sogar die Aussicht, die Landesliga-Spitze zu erklimmen. "Wir sind unheimlich erleichtert, dass wir das geschafft haben", sagte Zimmermann.
Den Grundstein für diesen Sieg legten die "Gäste" im ersten Spielabschnitt, allerdings ohne die wirklich bessere Mannschaft gewesen zu sein. "Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen, nur haben wir eben die Tore gemacht", erklärte Zimmermann, dessen Team einen Start nach Maß erwischte. Denn schon nach vier Minuten erzielte der frei vor dem Tor auftauchende Timo Seefeldt das rasche 1:0. Per Doppelschlag erhöhten Tobias Richter (31.) und Jude Francis, der von Richter schön freigespielt wurde, auf 3:0. Zwei Tore, die eine verheerende Wirkung auf das Spiel der Vatanesen hatte.
"Ich bin von meiner Mannschaft maßlos enttäuscht. Sie hat ohne Herz gespielt, und das in einem Derby", grantelte Vatan-Coach Tekin Sazlog, dessen Team durch Hakan Atasoy (8., 29.) zwar zwei gute Möglichkeiten zum 1:1-Ausgleich besaß, dafür aber im zweiten Spielabschnitt merklich die Flügel hängen ließ. Ein Drehschuss von Hakan Aksoy war das einzige, was die Gröpelinger in der Vorwärtsbewegung zustande brachten, die restliche Spielzeit bestimmte Tura.
Der starke Dominique Bonanni hätte dabei schon vorzeitig auf 4:0 erhöhen können, das übernahm dann der eingewechselte Ex-Vatanese Nuredin Avdiji (68.). "Wenn man mit 4:0 führt, dann klappen auch die Dinge, die sonst nicht immer klappen", sah Tura-Coach Zimmermann sein Team auf dem glitschigen Kunstrasen auch spielerisch überzeugen. So auch beim 5:0, als Michael Dirks nach Doppelpass mit Timur Özbek den Treffer von Timo Seefeldt einleitete. "Wir haben nur zugeguckt", sprach Sazlog von "katastrophalen Abwehrfehlern". Auch das Ehrentor durch Falco Purnhagen (83.) konnte ihn nicht milde stimmen. Was auch daran lag, dass sich Aygün Kopar nur eine Minute danach wegen wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte einhandelte. Während der KSV Vatan Sport damit nun schon die dritte Niederlage in Folge kassierte und aus dem Aufstiegsrennen ausgeschieden ist, geht für Tura Bremen der Kampf um die Rückkehr in die Bremen-Liga jetzt erst so richtig los.

TURA: Petka, Durlach (Avdiji/52.), Schade (Arib/71.), Henke, Aridir, Francis, Richter, Dirks, T.Özbek, Seefeldt, Bonanni (Miri/71.)

Tore: 0:1 Seefeldt (3.), 0:2 Richter (32.), 0:3 Francis (37.), 0:4 Avdiji (69.), 0:5 Seefeldt (72.), 1:5 (82.)
Witterung aufgenommen: Nach einem 5:1-Erfolg gegen Vatan ist Tobias Durlach (links), hier im Duell mit Hakan Atasoy, mit Tura im Titelkampf wieder voll im Geschäft.


TURA Bremen - SV Hemelingen   6:2

Erst nach Weckruf hellwach
Tura gewinnt gegen die SV Hemelingen nach dem 0:1 noch mit 6:2 
 
Gröpelingen. Fünf Minuten lang hatte sich angedeutet, dass es ein richtig unruhiger Nachmittag für Andreas Zimmermann hätte werden können. Der von ihm trainierte Fußball-Landesligist Tura Bremen war schwach in die Partie gestartet und lag nach drei Minuten völlig unerwartet mit 0:1 gegen die abstiegsgefährdete SV Hemelingen zurück. Doch bevor Zimmermann so richtig loslegen konnte an der Seitenlinie, hatte seine Elf auf dem Rasen bereits wieder alles in Ordnung gebracht in der Gefühlswelt des Trainers. Letztlich gewannen die Gröpelinger vor heimischer Kulisse mit 6:2 (4:1).
Der oft emotionale Zimmermann erlebte doch noch einen entspannten Nachmittag auf der Trainerbank. "Das 0:1 war offenbar der richtige Weckruf für die Mannschaft", sagte Zimmermann. "Danach haben wir richtig toll gespielt, den Ball schön laufen lassen und die Tore erzielt." Efstadios Papathanasiou hatte die SV Hemelingen nach einem Abwehrfehler von Michael Dirks in Führung geschossen, ehe Tobias Richter, Jude Francis und Dominique Bonanni innerhalb von fünf Minuten aus dem 0:1 ein 3:1 machten (5./7./12.). Francis erhöhte kurz vor der Pause sogar auf 4:1 (42.).
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte der Gastgeber das Geschehen. Hemelingen kam kaum ins Spiel und nur selten in die Zweikämpfe. "Tura hat das gut gemacht, sie haben schnell und direkt gepasst", sagte SCH-Trainer Thomas Pfau. Folgerichtig stand es nach Toren von Bonanni und Timo Seefeldt zwischenzeitlich 6:1 (47./63.). Michael Dirks setzte mit seinem Eigentor zum 2:6 (88.) den Schlusspunkt.

TURA: Petka, Henke, Aridir, Francis, Richter, Dirks, Miri, T.Özbek, Seefeldt, Müller, Bonanni

Tore: 0:1 (3.), 1:1 Richter (5.), 2:1 Francis (7.), 3:1 Bonanni (12.), 4:1 Francis (42.), 5:1 Bonanni (47.), 6:1 Seefeldt (63.), 6:2 Dirks/Eigentor (88.)


TURA Bremen - SC Lehe-Spaden   0:6

Debakel für die Zimmermänner
Aufstiegskandidat Tura Bremen geht gegen Schlusslicht SC Lehe-Spaden mit 0:6 unter 
 
Gröpelingen. Eiskalter Wind, Regen und graue Wolken. So wie das Wetter an diesem Samstag muss auch der Gemütszustand von Andreas Zimmermann ausgesehen haben, nachdem der von ihm trainierte Landesligist Tura Bremen im Heimspiel gegen den SC Lehe-Spaden mit 0:6 (0:3) unter die Räder gekommen war.
"Die Leistung war eine Frechheit", viel mehr konnte der Trainer des Aufstiegsaspiranten nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten nicht sagen. Zimmermann wird am Saisonende durch Rolf Roeder ersetzt. Dass die desolate Leistung seiner Mannschaft mit dem angekündigten Trainerwechsel zu tun hat, glaubt er jedoch nicht: "Diese Antwort wäre etwas zu banal." Auch Kapitän Michael Dirks, noch einer der besten Turaner auf dem Platz, glaubt nicht daran, dass die Mannschaft belastet ist - sonst müsse man gar nicht erst antreten. "Keiner verliert hier freiwillig, um dem neuen Trainer den Aufstieg zu vermasseln", macht der Kapitän klar.
Allerdings dürfte die gezeigte Leistung auch so nicht ausreichen, um im Aufstiegsrennen Schritt zu halten. Dabei begannen die Gastgeber stark, hatten in den ersten Minuten gute Gelegenheiten. Tobias Durlach traf nach einer Ecke nur den Pfosten (2.), kurz darauf hielt Lehes Torwart Krupp einen Distanzschuss von Tobias Richter. Mit der Zeit aber begannen die Gäste aus der Abstiegszone dagegenzuhalten, erarbeiteten sich leichte Feldvorteile und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tura-Tor auf. So rettete Timur Özbek in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Kevin Wiegratz (15.). Viele Akteure Turas wirkten nicht bei der Sache, agierten fahrig, die Pässe kamen schlampig, es fehlte der letzte Biss. Nur logisch war es deshalb, dass die konternden Spadener per Doppelschlag durch Christian Winkler in Führung gingen (33./36.).
In der zweiten Halbzeit nahm das Debakel für die Gastgeber seinen Lauf. In der nun hektischen Partie erhöhten die Gäste durch Zimmermann auf 3:0 (57.), kurz darauf sah Senol Aridir nach einer Notbremse Rot (60.). Der anschließende Elfmeter entwickelte sich zum Kuriosum: Im ersten Versuch verwandelte Schütze Oleg Naumov, wurde allerdings zurückgepfiffen. Im zweiten Anlauf traf er lediglich die Latte, köpfte den Ball im Nachsetzen jedoch in die Maschen. Schiedsrichter Laws entschied zunächst regelwidrig auf Tor und revidierte seine Entscheidung erst nach Protesten und Rücksprache mit dem Assistenten. Es sollte das einzige Erfolgserlebnis für Tura bleiben. Denn während der SC Lehe-Spaden mit drei weiteren Toren das halbe Dutzend voll machte, herrschte bei den Gastgebern Tristesse Selbst der Ehrentreffer per Elfmeter blieb ihnen verwehrt - Mehmet Cengiz scheiterte am Torwart (89.).

TURA: Meyer, Sun, Durlach, S.Özbek, Aridir, Richter, Dirks, Miri (Schade/68.), T.Özbek (Francis/44.), Cengiz, Berlips (Avdiji/46.)

Tore: 0:1 (33.), 0:2 (36.), 0:3 (57.), 0:4 (72.), 0:5 (79.), 0:6 (89.)


SC Borgfeld - TURA Bremen   0:2

Die Kaltschnäuzigkeit fehlt
Borgfeld vergibt zahlreiche Chancen und unterliegt Tura mit 0:2 
 
Borgfeld. Der eingewechselte Christian Sotta nahm in der 82. Minute gut fünf Meter Anlauf und zimmerte den anschließenden Freistoß aus 18 Metern mit voller Wucht auf den gegnerischen Kasten. Vermeintlich hätte sich dieser Schuss allein schon wegen seiner Härte den Weg ins Tor gebahnt, allerdings lenkte Sottas Mitspieler, Fritjof Persch, das Leder zwei Meter vor dem Tura-Kasten mit der Schulter ins Toraus. Es hätte der 1:2-Anschlusstreffer für den SC Borgfeld in der Fußball-Landesliga-Partie gegen Tura Bremen sein können, was die ganze Sache noch einmal spannend gemacht hätte. Am Ende aber gingen die Gäste mit einem 2:0 (0:0) als Sieger vom Platz.
"Dieser Freistoß hat ins Bild der kompletten zweiten Halbzeit gepasst", meinte Sotta nach dem Schlusspfiff. In der Tat stellten sich die Borgfelder an diesem Sonnabendnachmittag nicht sonderlich clever vor dem gegnerischen Tor an. Florian Meyer etwa setzte das Leder in der 74. Minute aus dem Gewühl heraus nur an den Pfosten statt ins Tor. Zappelte der Ball wie nach Christian Ulms Versuch dann doch einmal im Turaner Netz, entschied Schiedsrichter Nils Riedel zurecht auf Abseits.
Bereits im ersten Durchgang, als Tura Bremen noch deutlich mehr vom Spiel hatte, besaßen die Gastgeber die klareren Torchancen. So scheiterte Alexander Lohs in der elften Minute knapp an Tura-Torwart Knuth Meyer. In der 27. Minute semmelte Alexander Bahr die Kugel nach einer Lohs-Flanke am zweiten Pfosten aus drei Metern über das Ziel. "Die Chancenauswertung ist derzeit unser Hauptmanko", stellte auch Borgfelds Trainer Holger Meyer fest. "Aber reintragen kann ich die Dinger auch nicht." Geschickter und vor allem effektiver stellte sich die Elf von Andreas Zimmermann an. Tobias Richter war es, der in der 52. Minute einen "tollen Spielzug" (Zimmermann) in den linken Winkel zum 1:0 setzte. "Perfekt getroffen", brachte es der Torschütze selbst auf den Punkt. Zehn Minuten später ließ die Borgfelder Hintermannschaft Turas Tarek Miri nach einer Hereingabe von Timo Seefeldt völlig unbewacht am zweiten Pfosten den Endstand einköpfen.
Nach der bitteren 0:6-Pleite gegen den Abstiegskandidaten SC Lehe-Spaden haben sich die Grün-Weißen mit dem Auswärtssieg nun wieder im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. "Wir müssen jetzt noch einmal voll angreifen", machte Tobias Richter klar. "Gas geben" (Meyer) muss auch der SC Borgfeld nach seiner zweiten Pleite in Folge. "Allerdings sehe ich die Lage nicht so negativ. Natürlich haben wir einen unglücklichen Start erwischt. Das ist bitter. Aber gegen diese Gegner haben wir auch in der Hinserie schon verloren", sagt Meyer. Genau wie gegen den ATSV Sebaldsbrück, auf den der SCB am nächsten Wochenende trifft. Vielleicht sind mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit ja dann die ersten Punkte im Jahr 2010 drin.

Ein Spiel der verpassten Gelegenheiten
SC Borgfeld ist vor dem Tor zu harmlos und verliert mit 0:2 gegen TuRa Bremen

Borgfeld. Nach dem Schlusspfiff lagen die Borgfelder auf dem Kunstrasen. Ausgepumpt und enttäuscht nach einer unnötigen Niederlage in der Bremer Fußball-Landesliga. "Wir haben unsere Chancen nicht rein gemacht", sagte Trainer Holger Meyer nach der 0:2-Heimniederlage seines SC Borgfeld gegen TuRa Bremen. Es war kein schönes, aber intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. Vor allem ein Spiel der verpassten Gelegenheiten. Den Auftakt machten zwar die Gröpelinger mit einem feinen Schuss von Timo Seefeldt (17.). Borgfelds Alexander Lohs, fein freigespielt, lief allein auf TuRa-Keeper Knuth Meyer zu. Der Abschluss aber war schwach: Den Schuss mit der Pike parierte der Keeper leicht. Die zweite ganz große Chance hatte Alexander Bahr, der nach Vorarbeit von Alexander Lohs allein vor dem Kasten stand und den Ball aus Nahdistanz über den Querbalken hob. "Wenn wir die Chancen reinmachen, geht das Spiel anders aus", war Holger Meyer überzeugt.
In der Pause wechselte der Coach mit Malte Apsel einen frischen Stürmer ein. Der Neuzugang aus Ritterhude führte sich mit einem Kopfball aus elf Metern ein, der nur knapp über die Latte rauschte. Wenig später zog Alexander Lohs aus 18 Metern ab und donnerte den Ball weit über das Gröpelinger Tor.
Die Borgfelder Hoffnungen zerstörte Tobias Richter, der in der 52. Minute an den Ball kam und aus dem Nichts aus 20 Metern zum 1:0 für TuRa in den Borgfelder Winkel traf. Für die Entscheidung sorgte Tarek Miri, der zehn Minuten später eine Hereingabe von Timo Seefeldt freistehend am zweiten Pfosten einnickte.
In der Folge drängte die Mannschaft von SC-Kapitän Marc Erigson. Ein Freistoß des eingewechselten Christian Sotta ging knapp am Pfosten vorbei. Davor hatte TuRas 45-jähriger Libero Michael Dirks auf der Linie gerettet. Am Ende ärgerten sich die Borgfelder - über viele verpasste Chancen und die zweite Niederlage in Folge. Holger Meyer nahm das Ergebnis am Ende doch mit mit Fassung: "Gegen TuRa haben wir in der Hinrunde auch verloren."

TURA: Meyer, Sun, Durlach (Cengiz/75.), Schade (Berlips/68.), Henke, Richter, Dirks, C.Özbek, Miri, Seefeldt, Avdiji (S.Özbek/58.)

Tore: 0:1 Richter (52.), 0:2 Miri (62.)
Bot eine starke Partie: Turas Nuri Avdiji (am Ball).
Es brennt lichterloh im Tura-Strafraum: Torwart Knuth Meyer ist bereits geschlagen, Borgfelds Florian Meyer (Mitte) kommt vor Sebastian Schade an den Ball, trifft aber nur den Pfosten. Links beobachtet Malte Apsel die Situation.
Nullnummer auf eigenem Platz: Auch Borgfelds Radenko Zoric (Mitte) ging leer aus, kommt hier zu spät gegen TuRa-Keeper Knuth Meyer.


TURA Bremen - Leher TS   3:3

Turbulentes Spiel für Tura
Gegen die Leher TS erreicht Tura Bremen trotz Unterzahl ein 3:3

Gröpelingen.
Zwei Mal ausgeglichen, einmal die Führung erzielt, zwei Verletzte und den Ausgleich per Elfmeter in der Nachspielzeit kassiert. Beim 3:3 (1:1)-Unentschieden in der Fußball-Landesliga erlebte Tura Bremen gegen die Leher TS ein Wechselbad der Gefühle. "Wenn man gegen zwölf Leute spielt, hat man eben keine Chance", ließ Turas Trainer Andreas Zimmermann nach dem turbulenten Spiel seiner Wut über den Schiedsrichter freien Lauf. Insbesondere der Foulelfmeter in der 93. Minute erregte den Trainer. Vorausgegangen war ein angebliches Foul von Kapitän Michael Dirks. "Keinerlei Berührung" habe es da laut Zimmermann gegeben. Zur zweiten Reizfigur für die Turaner - das aber nur aus sportlicher Sicht - entwickelte sich Lehes Stürmer Alperen Kuzu. Er erzielte alle drei Tore für die Gäste aus Bremerhaven. Erstmals erfolgreich war der Stürmer nach zwanzig Minuten, doch konnte ein Eigentor von Richter, nach Hereingabe von Seefeldt, noch vor der Pause die Führung egalisieren(31.).
In der zweiten Halbzeit schloss Kuzu einen Konter, dem auf der anderen Seite ein Lattentreffer durch Michael Dirks vorangegangen war, zur erneuten Führung ab (48.). Zwar drehten Tobias Durlach (65.) und Maik Schönijahn (71.) die Partie zwischenzeitlich zu Gunsten von Tura - doch dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit und der dritte Treffer von Kuzu.
Damit endete die Partie mit einer Punkteteilung, die für Tura einen weiteren bitteren Beigeschmack hat. Mit Ziwar Sun und Tobias Richter verletzten sich gleich zwei Akteure der Heimmannschaft schwer. Da die Turaner vor Richters Verletzung bereits dreimal gewechselt hatten, mussten sie die Schlussviertelstunde zudem in Unterzahl bestreiten. So verärgert er auch über die Leistung des Unparteiischen war, umso stolzer war Andreas Zimmermann auf die Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben das Spiel zwei Mal gedreht, das zeigt, wie super unsere Moral ist."

TURA: Rickborn, Sun (Berlips/38.), Durlach, Schade (Cengiz/62.), Avdiji, Henke, Richter, Dirks, C.Özbek, Miri (Schönijahn/62.), Seefeldt

Tore: 0:1 (20.), 1:1 Eigentor (31.), 1:2 (49.), 2:2 Durlach (65.), 3:2 Schönijahn (71.), 3:3 (90.+2)


Geestemünder SC - TURA Bremen   1:2

Köles Patzer kosten den Sieg
Landesligist Geestemünder SC verliert Heimspiel gegen Tura Bremen

Bremerhaven. Eine zufriedenstellende erste Halbzeit mit der Führung im Rücken langte nicht, um den Sieg zu sichern. Dafür war es nicht der Tag des Soner Köle im Tor des Geestemünder SC , was die 1:2 (1:0)-Niederlage gegen Tura Bremen in der Fußball-Landesliga zur Folge hatte.
Als Jankovski nach 23 Minuten im Anschluss an seine sehenswerte Kombination über Schmidt und Panpakdi das 1:0 gelang, schien die Fußball-Welt noch in Ordnung. Geestemünde kontrollierte das Spiel - Köle blieb ohne Beschäftigung.
Jankovskis Freistoß fischte Tura-Keeper Rickborn aus dem Winkel. So blieb es beim 1:0-Pausenstand. In der Erwartung eines Freistoßes rief GSC-Keeper Köle "Torwart", doch Durlach scherte sich nicht darum und markierte per spektakulärem Fallrückzieher den Ausgleich (47.). Ein weiterer Blackout kostete fast das 1:2 oder einen Elfmeterpfiff.
Den benötigten die Gäste gar nicht, denn nach einem weiten Schönijahn-Einwurf in den Strafraum, den Durlach verlängern konnte, traf Mehmet-Ali Cengiz zur 2:1-Gästeführung.
Während die Gröpelinger weiter an Sicherheit gewannen, reichten alle mobilisierten Kräfte beim GSC nicht mehr, um die Partie zu drehen.

TURA: Rickborn, Durlach, Avdiji, S.Özbek, Francis (Henke/89.), Dirks, C.Özbek, Miri (Schönijahn/46.), Seefeldt (Müller/80.), Cengiz, Berlips

Tore: 1:0 (23.), 1:1 Durlach (47.), 1:2 Cengiz (55.)
Was auf den ersten Blick wie ein Ballett-Auftritt aussieht, ist ein Abwehrversuch von Turas Cengiz Özbek (am Ball).


TURA Bremen - FC Union 60   0:1

Union greift an

Gröpelingen.
Der FC Union 60 greift nach dem 1:0 Auswärtserfolg über Tura Bremen noch einmal die Tabellenspitze an. Möglich wird das nicht zuletzt durch sechs Siege in Folge, während die Konkurrenz Federn lässt. Es wird also wieder spannend in der Landesliga - Oben wie Unten!
Nachdem Union 60 bereits am Karfreitag einen deutlichen 4:1 Sieg über die Leher TS ablieferte, konnte die Klußmann-Elf um Kapitän Ischo Cicek erneut einen Dreier einfahren. In einem spannenden Spiel gegen Tura Bremen auf der BSA Gröpelingen, schenkten sich die Kontrahenten im Kampf um die Aufstiegsplätze nichts und es entwickelte sich eine Partie, die von vielen Unterbrechungen geprägt war. Tore waren in der ersten Hälfte entsprechend Fehlanzeige. Erst im zweiten Durchgang konnte Unions Inouss Bourai Toure das Tor des Tages erzielen (69.) und behält die Unioner damit nicht nur im Rennen um die Aufstiegsplätze, sondern zieht gleichzeitig an Tura Bremen vorbei auf den dritten Rang. Tura und Union bleiben mit jeweils 43 Punkten weiterhin die ärgsten Verfolger auf das Spitzenduo - mit einem gefühlten vorteil für Union, hat die Mannschaft noch ein Spiel weniger auf dem Konto und einen wahren Lauf.

TURA: Rickborn, Durlach (Müller/17.), Avdiji, S.Özbek, Henke, Francis, Dirks, C.Özbek, Seefeldt (Schönijahn/46.), Cengiz, Berlips (Miri/77.)

Tore: 0:1 (69.)


TURA Bremen - SC Weyhe   1:2

Eine große Chance verspielt
Tura verpasst durch 1:2-Pleite gegen Weyhe den Anschluss an die Aufstiegsränge

Bremen. Die Spieler von Tura Bremen hatten sich einiges vorgenommen. Schließlich besaßen sie im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den Tabellenzweiten SC Weyhe die große Chance, mit einem Sieg wieder ein ernsthaftes Wort in Sachen Aufstieg mitreden zu dürfen. Bis zur Halbzeit sah das aus Sicht der Gastgeber auch noch richtig gut aus. Eine 1:0-Führung hatten die "Zimmermänner" mit in die Kabine genommen. Am Ende mussten sich die Grün-Weißen aber doch mit 1:2 geschlagen geben und den SC Weyhe wieder auf acht Zähler Abstand davonziehen lassen.
"Das war's wohl erstmal in Sachen Aufstiegsplätze", war Tura-Coach Andreas Zimmermann wenig begeistert vom Endresultat. Obendrein flog Mehmet Cengiz wegen leichten Nachtretens mit Gelb-Rot vom Platz (74.). Dabei machten die Turaner dem SC Weyhe das Leben in Durchgang eins durch eine disziplinierte Ordnung und die nötige Aggressivität noch schwer. Gleich nach fünf Minuten verpasste Timo Seefeldt per Seitfallzieher knapp das Führungstor. Vier Minuten später zischte ein Schuss von Sinan Özbek ganz knapp am rechten Torwinkel der Gäste vorbei ins Aus. Bis zur 40. Minute, als Sinan Özbek es schließlich besser machte und einen sehenswerten Tura-Angriff über fünf Stationen zum 1:0 abschloss, gab es für die rund 50 Zuschauer in Gröpelingen nicht viel zu bewundern. "Man hat gesehen, wie viel für beide Teams auf dem Spiel stand. Daher gab es auch sehr viel Mittelfeldgeplänkel", meinte Weyhe-Coach Stephan Joho.
Nach der Halbzeitpause folgte statt Geplänkel aber ein 45-minütiger Auftritt seiner Elf, wie ihn sich Joho vorgestellt hatte. "Den Durchgang haben wir absolut dominiert", nickte Joho. Der Lohn für die Leistungssteigerung kam prompt. In der 56. Minute setzte sich Mazlum Demirci auf der linken Seite durch und fand Daniel Engelhard, der für Patrick Grisko zum 1:1-Ausgleich auflegte. Nur elf Minuten später folgte der nächste erfolgreiche Angriff der Gäste. Demirci bediente wiederum Engelhardt, der dieses Mal selbst abzog und zum 2:1-Siegtreffer einnetzte. "Über die Aufstiegsränge wird trotzdem erst an den letzten Spieltagen entschieden", ist Joho, dessen Team nach zwei Unentschieden erstmals wieder einen Dreier einfuhr, überzeugt. "Wir blicken aber nicht auf die Verfolger, sondern beschäftigen uns damit, den einen Punkt auf Tabellenführer FC Burg noch wettzumachen".
Andere Pläne hat dagegen nun sein Pendant Andreas Zimmermann, dem auch gegen Weyhe mit Dominique Bonanni, Tobias Durlach, Tobias Richter, Ziwar Sun und Cengiz Özbek wiederum fünf Stammkräfte fehlten. "Daher ist es eigentlich beachtlich, dass wir überhaupt noch da oben stehen. In den nächsten Wochen müssen wir nun eben versuchen, den dritten Platz zu festigen."

TURA: Rickborn, Avdiji (Miri/78.), S.Özbek, Henke, Aridir (Schade/46.), Francis, Dirks, Seefeldt (Berlips/84.), Müller, Cengiz, Schönijahn

Tore: 1:0 S.Özbek (40.), 1:1 (56.), 1:2 (67.)


ATSV Sebaldsbrück - TURA Bremen   9:0

Zimmermann: Das war ein peinlicher Auftritt
Tura geht im Verfolgerduell beim ATSV Sebaldsbrück mit 0:9 unter / Youngster Ferdi Yilmaz trifft zweimal 
 
Sebaldsbrück. Wenn der Fünfte den Vierten empfängt, darf man eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe erwarten. Nicht so beim gestrigen Vergleich ATSV Sebaldsbrück gegen Tura Bremen: Gleich mit 9:0 (4:0) fegten die Gastgeber die erschreckend schwachen Gröpelinger vom Platz und zogen in der Tabelle am Gegner vorbei auf Platz vier. "Das war ein peinlicher Auftritt", sagte Tura-Trainer Andreas Zimmermann. "Wir haben überhaupt keine Gegenwehr geleistet und nicht einmal richtig auf das Tor geschossen. Das ist traurig. Es tut weh, dass wir uns eine bisher gute Saison jetzt so kaputt machen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen." Was indes auch nicht nötig ist, da die Zahlen für sich sprechen. Zahlen, die ATSV-Trainer Cengiz Cakir wiederum frohlocken ließen, "denn neun Tore muss man ja erstmal machen". Eckpfeiler des Erfolges waren Simon Cakir, der fünf Treffer vorbereitete und einmal selbst traf, Arbeitsbiene Kubilay Büyükata im Mittelfeld und Harun Cakir, der in der Defensive alles unter Kontrolle hatte. Den Torreigen eröffnete ein agiler Mustafa Celik in der elften Minute, bis zur 25. Minuten legten Vitali Naam, abermals Celik sowie Simon Cakir zur 4:0-Pausenführung nach. Schon zu diesem Zeitpunkt war die einseitige Partie mehr als entschieden. Doch Sebaldsbrück hatte seinen Torhunger noch nicht gestillt. Die Platzherren marschierten unaufhaltsam, kombinierten flüssig bis zur Grundlinie und passten die Bälle ein ums andere Mal in den Rücken der Turaner Abwehr. "Da mussten unsere Stürmer nur noch den Fuß hinhalten", freute sich "Wicky" Cakir über die ansprechende Leistung seiner Mannen, die kompakt auftraten und auch im Gefühl des sicheren Sieges nicht nachlässig wurden. Kadir Karabas baute den Vorsprung in der 65. Minute auf 5:0 aus, danach ging es wie schon im ersten Durchgang Schlag auf Schlag. Youngster Ferdi Yilmaz (2), der ebenfalls eingewechselte David Airich und abermals Karabas sorgten für den 9:0-Endstand. Jetzt fiebert der ATSV dem Spitzenspiel gegen Weyhe am Sonntag entgegen.

TURA: Rickborn, Avdiji, S.Özbek, Henke, Aridir (Berlips/28.), Francis, Dirks, C.Özbek, Müller, Cengiz, Schönijahn (Miri/62.)

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (21.), 3:0 (24.), 4:0 (26.), 5:0 (65.), 6:0 (70.),
7:0 (72.), 8:0 (75.), 9:0 (80.)


TURA Bremen - FT Geestemünde   2:2

Avdiji rettet Tura einen Zähler
Spätes 2:2 gegen FT Geestemünde 
 
Bremen. Am Ende durften sie sich bei Nuredin Avdiji bedanken, dass sie wenigstens einen Zähler einheimsten. Der Offensivmann in Diensten von Tura Bremen markierte nur drei Minuten vor dem Abpfiff den 2:2 (0:1)-Endstand im Turaner Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den FT Geestemünde.
Dass es die eine oder andere Umstellung in der Startformation der Hausherren gab, lag nicht etwa an der peinlichen 0:9-Schlappe aus der Vorwoche gegen den ATSV Sebaldsbrück. "Dafür habe ich derzeit gar nicht das Personal", seufzte Tura-Coach Andreas Zimmermann über die vielen Ausfälle. Viel mehr musste aufgrund weiterer angeschlagener Spieler wie Libero Michael Dirks die Startformation verändert werden. Die, die spielten, machten ihre Sache dieses Mal jedenfalls ordentlich. "Ich kann den Jungs kaum einen Vorwurf machen", sagte Zimmermann. Einzig und allein an der Chancenauswertung haperte es bei der Heimelf. Bevor Avdiji zum späten Endstand traf, hätten bereits Sinan Özbek und Tarek Miri zum Ausgleich einnetzen müssen. Nach dem 2:2 hätte Sinan Özbek sogar noch zum 3:2-Siegtor treffen können, vergab aber wiederum. Zudem verletzte sich Turas Tobias Durlach an der Wade und wird wohl für die nächste Partie ausfallen. Auf der Gegenseite hatten die Geestemünder zuvor aus "drei Chancen zwei Tore gemacht" (Zimmermann). Den 0:1-Rückstand aus der achten Minute hatte Ron Henke mit einem Schuss ins Ecke wieder wettgemacht. Doch bereits drei Minuten später kassierten die Hausherren den nächsten Treffer. "Wir wollen die Saison nun vernünftig abschließen und noch ein paar Siege einfahren", gab Zimmermann das Ziel für die nächsten Wochen aus.

TURA: Rickborn, Durlach (Cengiz/53.), Avdiji, S.Özbek, Henke, Francis, Miri, T.Özbek (Dirks/46.), Müller, Bonanni (Seefeldt/63.)

Tore: 0:1 (8.), 1:1 Henke (54.), 1:2 (58.), 2:2 Avdiji (87.)


SG Marßel - TURA Bremen   1:0

0:1 - Tura Bremen ohne Motivation

Bremen. Das Fazit von Andreas Zimmermann, Trainer von Tura Bremen, fiel deutlich aus: "Das konnte man wirklich niemandem zumuten. Das war ein Grottenspiel auf unterstem Niveau", bewertete der Coach die 0:1 (0:0)-Niederlage seiner Gröpelinger Elf in der Fußball-Landesliga beim Abstiegskandidaten SG Marßel. Während bei den Gästen die Lust an der Saison immer stärker nachzulassen scheint, haben die Marßeler den Rückstand in Sachen Abstieg auf den am Ende definitiv sicheren fünftletzten Platz um zwei Punkte verkürzt.
"Die Marßeler haben zwar auch keinen schönen Fußball gespielt, aber sie haben wenigstens gekämpft", sagte Zimmermann, den die lasche Einstellung seiner Elf immens ärgerte. Ohne noch eine reelle Chance auf den eigentlich geplanten Aufstieg in die Bremen-Liga zu haben, war die Motivation der West-Bremer gegen die SG im Keller. "Das ist schon enttäuschend", sagte auch Zimmermann. Auf schlechten Platzverhältnissen im Marßeler Sportpark (Zimmermann: "Da habe ich in meinem Garten einen besseren Rasen") markierte SG-Kicker Tunahan Ekiz den einzigen Treffer des Tages (77.). Zu allem Überfluss zog sich Sinan Özbek bereits nach 26 Minuten eine Zerrung zu und bereichert das ohnehin große Turaner Lazarett. Während sich die Personallage also weiter verschlechterte, gibt es in Sachen Einstellung etwas Hoffnung für Zimmermann. Schließlich geht es am Dienstag gegen das Top-Team 1. FC Burg: "Da muss ich wahrscheinlich keinen zusätzlich motivieren."

Ekiz-Treffer erlöst die SG Marßel
Mit dem 1:0 gegen Tura ein weiteres Zeichen im Landesliga-Abstiegskampf gesetzt 
 
Marßel. Die SG Marßel hat gegen Tura Bremen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga getan, denn die Nordbremer gewannen verdientermaßen mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Mittelfeldakteur Tunahan Ekiz in der 75. Minute.
Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie dieses Spiel unbedingt erfolgreich gestalten wollten. Sie setzten Tura früh unter Druck und zwangen den Gast zu Abspielfehlern. Bereits in der zweiten Minute hatte der aktive Markus Wagengut eine gute Möglichkeit, doch seinen 16-Meter-Schuss lenkte Tura-Keeper Stefan Rickborn über die Latte. Fünf Zeigerumdrehungen später ging ein Schuss von Abdullah Tüfekci knapp neben das Gehäuse.
Tura hingegen vermochte sich in der Anfangsphase kaum in Szene zu setzen und hatte nur sporadisch Angriffe zu verzeichnen. SGM-Spielmacher Tunahan Ekiz hatte in der 18. Minute dann die Führung auf dem Fuß, doch er vergab freistehend. Die SGM erspielte sich auch in der Folgezeit deutliche Feldvorteile, ließ Ball und Gegner gut laufen, doch es fehlte oft der entscheidende Pass, um zwingende Torchancen zu kreieren. Der zweikampfstarke Christopher Göllner besaß die nächste gute Möglichkeit, sein Schuss strich allerdings knapp am Tor vorbei.
Verfrühter Torjubel In der zweiten Hälfte wollte Marßel das so wichtige 1:0 förmlich erzwingen. In der 57. Minute war es scheinbar soweit. Pascal Plikat traf ins Tor, doch Schiedsrichter Alexander Jugel nahm es nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück, der ein Foul gesehen hatte. SGM-Coach Torsten Plikat konnte es nicht fassen, doch er forderte sein Team lautstark auf, weiter zu arbeiten: "Jetzt erst Recht." Die Gäste fingen sich aber ein wenig, das Spiel drohte zu kippen. Turas Dominique Bonanni vergab die Riesenchance per Kopf. In der 75. Minute doch Grund zur Freude bei der SG Marßel: Tunahan Ekiz verwertete eine schöne Hereingabe von Kapitän Sascha Köhler zum 1:0. SGM-Spieler Christopher Göllner war dementsprechend glücklich nach dem Abpfiff: "Das war ein wichtiger Schritt. Wir haben uns das heute hart erarbeitet."

TURA: Rickborn, Schade, S.Özbek (C.Özbek/26.), Henke, Dirks, Miri, T.Özbek (Avdiji/57.), Müller, Cengiz, Bonanni, Berlips (Seefeldt/72.)

Tore: 1:0 (75.)


FC Burg - TURA Bremen   3:0

Erster Burger Angriff führt gegen Tura zur 1:0-Führung 
 
Burg. Der 1. FC Burg vollzog einen weiteren Schritt in Richtung Bremen-Liga. Im Nachholspiel der Fußball-Landesliga wurde so bei kühlen Bedingungen Tura Bremen souverän mit 3:0 besiegt.
"Die Mannschaft hat endlich einmal gekämpft und auch verdient gewonnen. Die Abwehr stand gut und ließ so gut wie keine Chancen zu. Unser Torwart musste nicht einmal richtig zupacken", resümierte der Burger Trainer Björn Reschke freudestrahlend den Erfolg. Die Westbremer waren gerade auf dem Platz, da lagen sie schon 0:1 zurück. Der erste Burger Angriff führte zu einem Eckball. Mirco Boltjes schlug das Leder präzise vor das gegnerische Tor, und Christian Lankenau staubte aus Nahdistanz zur Führung ab.
Danach spielten nur noch die Hausherren, die Zimmermann-Schützlinge fanden hingegen überhaupt nicht in die Partie. In der zwölften Minute wäre fast der zweite Treffer gefallen. Mirco Boltjes tanzte zwei Gegenspieler aus und wollte gerade aus gut zwölf Metern abschließen, da spitzelte ihm von hinten kommend Cengiz Özbek den Ball einschussbereit vom Fuß. Das 2:0 fiel aber sechs Minuten später, als sich Yasin Caliskan aus 25 Metern ein Herz nahm und das Spielgerät volley ins Tura-Gehäuse hämmerte. Die erste Möglichkeit für die Gäste resultierte aus der 39. Minute, als Mehmet Cengiz aus 16 Metern über das Burger Tor schoss. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause wäre den Gastgebern fast noch der dritte Treffer gelungen, doch Marian Leppek verzog knapp.
In den zweiten 45 Minuten stellte Burg dann die Weichen zum Heimdreier. Nach einem Zuspiel von Mirco Boltjes wartete Tura-Abwehrspieler Daniel Müller zu lange mit dem Eingreifen. Yasin Caliskan erkannte schnell diese Situation und beförderte den Ball aus 16 Metern mit einem Kopfballaufsetzer zum 3:0 ins gegnerische Netz (52.). Die Gäste hatten danach zwar mehr vom Spiel, doch die Möglichkeiten von Sinan Özbek (70.) per Kopfball und ein 30-Meter-Freistoß von Maik Schönijahn (77.) waren dabei nicht besorgniserregend.

TURA: Rickborn, Avdiji, S.Özbek, Francis, Dirks, Cengiz (Miri/52.), C.Özbek, T.Özbek (Schönijahn/24.), Müller, Bonanni, Berlips (Schade/70.)

Tore: 1:0 (1.), 2:0 (17.), 3:0 (52.)


TURA Bremen - Sparta Bremerhaven   3:6

3:6 - Tura sehnt Saisonende herbei 
 
Gröpelingen. Tura Bremen sehnt das Saisonende herbei. Lagen die Gröpelinger zur Winterpause noch voll im Aufstiegsrennen, so lief in der zweiten Saisonhälfte kaum noch etwas zusammen. Auch beim Heimauftritt gegen Sparta Bremerhaven (3:6) spielte Tura saft- und kraftlos. "Das war wie schon in den ganzen Spielen vorher einfach nur grottenschlecht", schimpfte Tobias Durlach, für den die Serie aufgrund eines Muskelbündelrisses in der Wade bereits beendet ist.
Eine Erklärung für den eklatanten Leistungseinbruch in diesem Frühjahr hat der Tura-Akteur nicht. Die frühzeitige Bekanntgabe, dass Trainer Andreas Zimmermann im Sommer den Platz für Rolf Roeder frei machen soll, sei womöglich ein Faktor, "denn viele Spieler sind auch wegen Andreas hier", so Durlach. "Aber das ist ein schlechtes Alibi! Schließlich wollen wir Fußball spielen und gemeinsam Erfolg haben - da kann es nicht sein, dass meistens nur sechs, sieben Leute beim Training sind." Auch die Vielzahl verletzter Spieler - gegen Sparta fehlten fünf Stammkräfte - will Durlach nicht als Entschuldigung gelten lassen, "denn das sind alles Erste-Herren-Spieler, die Ansprüche haben".
Dem Anspruch, ein Landesliga-Top-Team zu sein, wurde die Defensive gegen Sparta ganz und gar nicht gerecht, "das war unterirdisch", sagte Durlach. Einziger Lichtblick im Turaner Dress war Sinan Özbek, der alle drei Tore erzielte.

In Gröpelingen klappt's immer
SC Sparta feiert verdienten 6:3-Erfolg bei Tura Bremen

Bremen. Der SC Sparta durfte als bestes Bremerhavener Team in der Fußball-Landesliga auf dem sechsten Tabellenplatz übernachten. Der Grund hierfür ist der gestrige 6:3 (3:0)-Erfolg bei TuRa Bremen. Damit bestätigte sich einmal mehr, dass die Gröpelinger der Lieblingsgegner Spartas sind. Schon nach zwölf Minuten hatte Artur Galwas mit einem sehenswerten Hechtkopfball für die Führung gesorgt. Vester machte es wie beim Slalom, umspielte gleich drei TuRaner zum 2:0 (34.), ehe Nikolai Galwas eine Kombination über Nebihi und Vester erfolgreich abschloss: 3:0 (41.). Es war eine überzeugende Vorstellung der Gäste. Insbesondere Libero Wachsmann sowie Torhüter Solecki ließen nichts anbrennen. Im zweiten Durchgang schien es mit dem 4:0 (50.) von Vester auf ein Schützenfest hinauszulaufen. Etwas zu sorglos kassierte Sparta nach einem Eckball den ersten Gegentreffer (68.) vom baumlangen Özbek. Der wurde regelrecht zum kurzzeitigen Schrecken, denn auch das 2:4 (72.) ging auf seine Kappe. Schon drohten die Schützlinge von Trainer Wolfgang Otto den Faden zu verlieren. Der eingewechselte zweite Torwart Robert Liebe sorgte jedoch mit seinem Treffer zum 5:2 (81.) für Entspannung. Da kam der verwandelte
Foulelfmeter von Özbek (83.) zu spät, um noch Schaden anrichten zu können. Nikolai Galwas erstickte alle aufkeimenden Hoffnungen mit dem sechsten Treffer (88.).

TURA: Meyer, Berlips, Avdiji, S.Özbek, Francis, Dirks, T.Özbek, Schönijahn (Miri/46.), Müller, Cengiz (Schade/63.), Bonanni

Tore: 0:1 (13.), 0:2 (32.), 0:3 (39.), 0:4 (50.), 1:4 S.Özbek (67.), 2:4 S.Özbek (71.), 2:5 (79.), 3:5 S.Özbek (FE/82.), 3:6 (88.)


TV Eiche Horn - TURA Bremen   1:5

Tura darf mal wieder jubeln 
 
Horn. Sechs Wochen musste Fußball-Landesligist Tura Bremen auf einen Erfolg warten, gestern durfte wieder gejubelt werden: In der Auswärtspartie beim TV Eiche Horn gewann das Team von Tura-Coach Andreas Zimmermann wider Erwarten deutlich mit 5:1 (3:0).
"Das tat mal ganz gut", meinte Zimmermann, dessen Team von Beginn an keine Zweifel aufkommen ließ, wer das Duell für sich entscheiden würde. Denn nach Toren von Sinan Özbek (10.), Maik Schönijahn (19.) und Dominique Bonanni war die Messe für die zum letzten Mal auf dem Uni-Campus gastgebenden Horner (Mahnken: "Dafür ein großes Dankeschön an die Uni") bereits nach 23 Minuten gelesen. "Wir sind komplett außer Form. Im Moment klappen nicht einmal die einfachsten Dinge", so Eiche-Coach Mahnken. Bis auf einen Lattenknaller von Julius Kuhlenkampff (70.) und seinem anschließenden Treffer zum 1:3 hatte sein Team nichts vorzuweisen. Die Gäste hingegen strotzten derweil vor Spielfreude und schraubten das Ergebnis dank zweier Tore von Tarek Miri am Ende noch auf 5:1 in die Höhe. "Bei manchen Chancen wollten wir es einfach zu schön machen. Aber ich will nicht meckern", so Zimmermann.

TURA: Rickborn, S.Özbek, Henke, Francis (T.Özbek/69.), Dirks, C.Özbek, Schönijahn (Miri/63.), Müller, Cengiz (Avdiji/48.), Bonanni, Berlips

Tore: 0:1 S.Özbek (11.), 0:2 Schönijahn (20.), 0:3 Bonanni (23.), 1:3 (83.), 1:4 Miri (86.), 1:5 Miri (90.)


TURA Bremen - SC Vahr-Blockdiek   4:3

Biricik bleibt, Zimmermann geht 
 
Bremen. Es war der Tag des Abschieds bei Tura Bremen. Im letzten Saisonspiel der Fußball-Landesliga gegen den Absteiger SC Vahr Blockdiek schenkten die Gröpelinger Kicker ihrem scheidenden Coach Andreas Zimmermann zum Abschluss noch einmal einen 4:3-Sieg.
Vor Spielbeginn hatten die Turaner ein Banner zum Dank an ihren Trainer entrollt. "Es war ein emotionaler Abschied", sagte Zimmermann, der danach um seinen Sieg zum Abschluss kräftig zittern musste. Michael Dirks, ebenfalls in seinem letzten Spiel, traf zunächst ins falsche Tor (5.), ehe er nach dem 0:2 durch Marco Dzien den Anschluss für Tura per Kopf besorgte (28.). Zwei Minuten später wurde weiter Abschied gefeiert. Keeper Knuth Meyer verließ für Stefan Rickborn das Feld, ehe es mit dem Toreschießen weiterging. Nach dem Ausgleich durch Sinan Özbek (68.) und dem 3:2 durch Tarek Miri (80.), glich Ernest Amaechi für die Gäste aus. Dominique Bonanni sorgte mit dem Abpfiff für den 4:3-Sieg.
Während Zimmermann in der nächsten Saison durch Rolf Roeder ersetzt wird, bleibt Ugur Biricik nun doch Trainer des SC Vahr. "Zwischen mir und Vatan hat es einfach nicht gepasst", sagte Biricik, der mit seinem SC den Wiederaufstieg anpeilen will. Verstärkung dafür ist schon im Anmarsch. Von Tura stößt Timo Seefeldt zum Absteiger, der laut Biricik nahezu komplett zusammenbleiben wird.

TURA: Meyer (Rickborn/30.), Schade (Avdiji/50.), S.Özbek, Henke, Francis, Dirks (T.Özbek/63.), C.Özbek, Miri, Müller, Bonanni, Berlips

Tore: 0:1 (11.), 0:2 (20.), 1:2 Dirks (28.), 2:2 S.Özbek (68.), 3:2 Miri (70.), 3:3 (82.), 4:3 Bonanni (90.)